Wer außer Klopp? Alternativen – und warum sie eigentlich keine sind
Welcher andere Trainer außer Jürgen Klopp käme für die Nachfolge von Julian Nagelsmann in Frage; oder auch nicht?
Der DFB hat nun offiziell bestätigt, dass Julian Nagelsmann als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten ist. Der DFB hat außerdem angekündigt, dass er in Bezug auf die Neubesetzung des Trainerpostens das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen werde. Diese habe auch "bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert." Aber es kursierten in den letzten Tagen noch andere Namen. Ein Artikel auf "FOCUS online“ hat einige davon unter die Lupe genommen und gute Gründe geliefert, warum diese aber eher unwahrscheinlich sind.
Stand: 3. Juli 2026, 12:11
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Oliver Glasner
Dass Glasner eine Mannschaft zum Erfolg führen kann, hat er bereits bewiesen. Mit Eintracht Frankfurt gewann er 2022 die Europa League. Mit Crystal Palace holte er 2025 den FA Cup und 2026 den Titel in der Conference League. Der Österreicher ist offiziell auch seit diesem Sommer verfügbar. "FOCUS“ verweist allerdings auf aktuelle Medienberichte, laut denen Glasner kurz davor ist, bei Nottingham Forest aus der Premier League zu unterschreiben.
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Christian Streich
Die Vereinslegende des SC Freiburg verabschiedete sich 2024 nach fast 30 Jahren als Trainer in Freiburg, davon zwölfeinhalb als Cheftrainer der Profimannschaft, aus dem Profifußball. Kaum jemand wird Streichs Beitrag dazu abstreiten, dass die Breisgauer in der Bundesliga etabliert und in Europa präsent sind. Daran, ob der 61-Jährige sich überhaupt dem Stress als Bundestrainer aussetzen möchte, erhebt "FOCUS“ berechtigte Zweifel: "Streich genießt sein entschleunigtes Leben abseits des Profigeschäfts sichtlich – ein Einstieg in den permanenten Druck beim krisengeschüttelten DFB erscheint daher extrem unwahrscheinlich.“
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Sebastian Hoeneß
Beim VfB Stuttgart leistet Hoeneß exzellente Arbeit. Unter anderem gekrönt durch den Sieg im DFB-Pokal 2025. Genau diese exzellente Arbeit und der damit verbundene gute Stand in Stuttgart, inklusive eines laufenden Vertrags bis 2028, lassen einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt wenig sinnvoll erscheinen. "FOCUS“ verweist außerdem auf ein sportliches Risiko: "Hoeneß (44) steht für das Profil eines modernen Konzepttrainers. Genau mit diesem Ansatz ist der ähnlich junge Julian Nagelsmann aber gescheitert. Diesen Fehler wird der DFB kaum sofort wiederholen.“
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Pep Guardiola
Auf der Vereinsebene hat er so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Zudem hat der Spanier selbst den Wunsch geäußert, eines Tages mal eine Nationalmannschaft zu trainieren. Auf den ersten Blick erscheint Guardiola wie ein Traum-Kandidat für den Posten des Bundestrainers: erfolgreich, charismatisch und verfügbar. Dem entgegen steht diese Einschätzung des "FOCUS“: "Aller Romantik zum Trotz fordert Guardiola für seine Arbeit stets das Maximum an sportlicher Qualität und perfekter Infrastruktur – Kriterien, die die deutsche Nationalmannschaft im Moment beim besten Willen nicht erfüllt. Zudem dürften seine Gehaltsvorstellungen das DFB-Budget komplett sprengen.“
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Thomas Tuchel
Es ist nicht das erste Mal, dass sein Name im Raum steht, wenn das Thema Bundestrainer ist. Seine Qualität als Coach hat er über die Jahre bewiesen, unter anderem mit seinem Triumph bei der Champions League 2021 als Trainer von Chelsea. Aber: Tuchel trainiert bereits eine Nationalmannschaft, und zwar die von England. Dort hat er noch einen Vertrag bis zur EM 2028. Auch wenn ein zu frühes England-Aus bei der WM durchaus bedeuten könnte, dass der 52-Jährige auf der Suche nach einem neuen Job sein wird, zieht "FOCUS“ folgendes Fazit: "Ein direktes Engagement beim DFB ist trotzdem höchst unrealistisch – zumal Tuchel ähnlich wie Nagelsmann eine komplexe Persönlichkeit nachgesagt wird. Schöne Grüße aus München.“
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Ralf Rangnick
Der 67-Jährige hat der österreichischen Nationalmannschaft neues Leben eingehaucht und zur ersten WM-Teilnahme seit 1998 verholfen. Eine Wiederbelebung wünschen sich wohl auch hierzulande viele für die Nationalmannschaft. Was laut "FOCUS“ jedoch gegen einen Rangnick-Wechsel vom ÖFB zum DFB spricht: "Trotz des Österreichs-Aus gegen Spanien läuft Rangnicks Kontrakt noch bis zur EM 2028. Zum anderen ist der 67-Jährige dafür bekannt, bei seinen Stationen die volle sportliche Macht einzufordern und Konfrontationen mit der Führungsebene nicht zu scheuen. In das gegenwärtige, politisch sensible Gefüge des DFB-Präsidiums um Bernd Neuendorf passt er nicht hinein.“