Wintereinbruch in Winterberg: Skeleton-Rennen abgebrochen
Das erste Männerrennen im Olympia-Jahr muss wegen Schneefalls abgebrochen werden. Die deutschen Frauen trotzen dem Wetter, verpassen aber das Podest.
Zu viel Schnee für den Eiskanal in Winterberg: Das Weltcup-Rennen der Skeletonis ist aufgrund des Wintereinbruchs im Sauerland abgebrochen worden. Ob das erste Männer-Rennen im Olympia-Jahr wiederholt werden kann, ließ der Weltverband IBSF in seiner Mitteilung nach Ende des chaotischen ersten Durchgangs zunächst offen. Ein Neustart in Winterberg an diesem Wochenende ist laut Bundestrainer Christian Baude ausgeschlossen, da am Samstag bereits die Weiterreise nach St. Moritz ansteht.
Mehrere Nationen hatten nach dem ersten Durchgang Protest gegen die Wertung eingelegt, da die Bahn im Laufe der 31 Starter immer freier von Schnee und dadurch schneller wurde.
So fuhr der Österreicher Alexander Schlintner als letzter Starter überraschend auf Rang eins, bislang hat der 27-Jährige noch keine Top-10-Platzierung im Weltcup. Als bester Deutscher kam Olympiasieger Christopher Grotheer auf Rang vier auf Podestkurs ins Ziel, die beiden Weltcup-Dominatoren Matt Weston (Rang 18) und Marcus Wyatt (8.) aus Großbritannien lagen hingegen bereits weit zurück.
Grotheer wartet nach seinem schwierigen Saisonstart noch auf einen Podestplatz, der deutschen Goldhoffnung für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo fehlt zudem noch die Olympia-Norm. Lukas Nydegger auf Platz sieben und Axel Jungk (9.) lagen nach dem ersten Durchgang ebenfalls noch aussichtsreich, Felix Keisinger wurde 27.
Anders als die Männer absolvierten die Frauen trotz des anhaltenden Schneegestöbers ihr Weltcup-Rennen. Auf ihrer Heimbahn belegte die Pyeongchang-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Pfeifer als beste Deutsche Rang fünf. Zur Tagessiegerin und neuen Gesamtweltcupführenden Janine Flock aus Österreich fehlten der 30-Jährigen nach zwei Durchgängen 0,8 Sekunden.
Hannah Neise (+2,02), die beim Weltcup in Sigulda noch die schnellste Deutsche war, belegte diesmal nur Rang 19. Auch die im Vergleich schnelleren Susanne Kreher (+1,71) und Corinna Leipold (+1,79) verpassten mit den Plätzen zwölf und 15 Top-Ten-Platzierungen.
Nach dem Abbruch des Männer-Rennens war das Frauen-Rennen von 13.00 auf 14.00 Uhr verschoben worden. Die ursprünglich angesetzte Entscheidung im Mixed-Team am Abend wurde hingegen abgesagt.