Snooker-WM: Chinese Wu fordert im Finale den Engländer Murphy
Zum zweiten Mal in Folge könnte der Titel nach China gehen. Im Gegensatz zu Wu Yize hat Shaun Murphy aber Erfahrung mit dem Gewinn eines WM-Titels.
Wu Yize und Shaun Murphy bestreiten das Finale der Snooker-WM in Sheffield. Der 22 Jahre alte Chinese Wu wendete gegen Mark Allen in einem spannenden Entscheidungsframe eine drohende Niederlage ab und gewann mit 17:16. Murphy besiegte den vierfachen Weltmeister John Higgins mit 17:15.
Während Wu sich im Crucible Theatre in Sheffield mit seinem ersten Titel zum zweiten chinesischen Snooker-Weltmeister in Folge krönen könnte, trennt Murphy nur noch ein Match von seinem zweiten Triumph. Der Engländer hatte die WM schon einmal vor 21 Jahren gewonnen. Das Finale, das über maximal 35 Frames gespielt wird, beginnt am Sonntag um 13:00 Uhr. Vorjahressieger Zhao Xintong war im Viertelfinale an Murphy gescheitert.
Im Halbfinale gegen Wu stand der Nordire Allen kurz vor dem Sieg, als er beim Stand von 16:15 – in idealer Position liegend – die letzte Schwarze des 32. Frames von ihrem Spot aus verfehlte. Wu, mit Abstand der jüngste der vier Halbfinalisten, lochte daraufhin die Schwarze ein und glich zum 16:16 aus. Im Entscheidungsframe ließ Allen eine knifflige Rote liegen, lochte Wu die Kugel per "Cut-Shot" in die untere Tasche ein und räumte den Tisch ab. Allen hatte zuvor beim Stand von 16:14 bereits einen Fuß im Endspiel.
"Ich habe das Gefühl, dass ich mich von der Nervosität noch immer nicht erholt habe", sagte Wu im Gespräch mit der BBC mit Hilfe eines Dolmetschers: "Es tut mir leid für Mark. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich das Match verlieren würde." Er würde "gerne in die Fußstapfen von Zhao Xintong treten", doch Finalgegner Murphy habe während des gesamten Turniers stark gespielt.