Schwimmen: Russen künftig wieder mit Hymne und Flagge
Der Weltverband hebt Einschränkungen für Athleten aus Russland und Belarus auf.
Russische und belarussische Schwimmer können künftig wieder ohne Einschränkungen auf der internationalen Bühne starten. Das teilte der Weltverband World Aquatics am Montag mit. Demnach dürfen Athleten aus den beiden Ländern "auf dieselbe Weise teilnehmen wie ihre Kollegen, die andere Sportnationalitäten vertreten, und zwar mit ihren jeweiligen Trikots, Flaggen und Hymnen", hieß es in dem Statement.
In den vergangenen drei Jahren hätten World Aquatics und die Aquatics Integrity Unit (AQIU) "erfolgreich dazu beigetragen, dass Konflikte von den Sportwettkampfstätten ferngehalten werden können", sagte Weltverbandspräsident Husain Al Musallam: "Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass Schwimmbecken und Freiwasser weiterhin Orte bleiben, an denen Athleten aus allen Nationen in friedlichem Wettkampf zusammenkommen können."
Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatten Russen und Belarussen ab 2023 als neutrale Athleten wieder starten können, später galt diese Regelung auch für Mannschaften. Laut Weltverband dürfen die Sportler nun erst dann wieder an Wettkämpfen teilnehmen, wenn sie mindestens vier aufeinanderfolgende Anti-Doping-Kontrollen, die in Zusammenarbeit mit der International Testing Agency (ITA) durchgeführt wurden, erfolgreich bestanden und die Hintergrundüberprüfungen durch die AQIU abgeschlossen haben.
Des Weiteren teilte World Aquatics mit, dass Russland und Belarus nun auch wieder die vollen Mitgliedsrechte gemäß Artikel 6 der Satzung erhalten würden. Dieser umfasst unter anderem die Möglichkeit, sich für die Austragung von Veranstaltungen zu bewerben.