Schwimm-EM: Klippenspringerin Schmidbauer mit Medaillenhoffnung
Die Titelverteidigerin ist nach zwei von vier Runden in Lauerstellung.
Klippenspringerin Iris Schmidbauer kann bei der Schwimm-EM in Paris weiter von ihrer nächsten Medaille träumen. Die Titelverteidigerin, die sich 2022 zur ersten Europameisterin im High Diving gekrönt hatte, liegt nach den ersten beiden Sprüngen aus 20 Metern Höhe in die Seine mit 136,35 Punkten auf Platz vier. Zu Rang drei fehlen derzeit etwas mehr als zwei Punkte.
Die 21 Jahre alte Maike Halbisch, die im zweiten Versuch mit einem vierfachen Rückwärtssalto den schwierigsten Sprung des Tages zeigte, belegt Rang sechs (103,75). Nach dem ersten Durchgang führte die 31 Jahre alte Schmidbauer das Feld an, fiel nach einem kleinen Patzer aber hinter die Ukrainerin Nelli Tschukaniwska (152,30), Elisa Cosetti (141,80) aus Italien und die Schweizerin Morgane Herculano (138,60) zurück.
"Mit dem ersten Sprung bin ich super zufrieden, der zweite war solide. Ich weiß, dass ich ihn besser kann, aber für morgen ist alles noch offen", sagte Schmidbauer. Die Medaillen werden am Samstag (ab 13.30 Uhr) in zwei weiteren Durchgängen vor spektakulärer Kulisse von der Pont de Bir-Hakeim mit Blick auf den Eiffelturm ausgesprungen.
Bei den Männern liegt Manuel Halbisch, Bruder von Maike Halbisch, mit 122,10 Punkten zur Halbzeit auf dem neunten Platz. Für die Springer, die in Paris ebenfalls aus 20 Metern und nicht wie üblich aus 27 Metern Höhe an den Start gehen, stehen die nächsten Durchgänge ebenfalls am Samstag (ab 16.00 Uhr) an.
Schmidbauer hatte mit ihrer Goldmedaille 2022 in Rom Geschichte geschrieben. Dort war High Diving erstmals Bestandteil des Programms einer Schwimm-EM gewesen. Nach der Geburt ihrer Tochter im August 2024 war Schmidbauer erst im vergangenen Jahr in das Wettkampfgeschehen zurückgekehrt und hatte unter anderem in Singapur ihre fünfte WM bestritten. Im Mai gewann sie in Fort Lauderdale (USA) erstmals in ihrer Karriere einen Weltcup.