NHL: Sturm gibt mit Boston Sieg aus der Hand
Die Bruins sind zwei Spiele vor Schluss der Hauptrunde aber weiter auf Playoff-Kurs.
Marco Sturm hat in seiner Debütsaison als NHL-Chefcoach mit den Boston Bruins die Playoffs vor Augen, das Ticket aber noch nicht gelöst. Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer verlor am Samstag mit dem Traditionsklub trotz langer Führung 1:2 gegen die Tampa Bay Lightning und muss sich damit noch etwas gedulden, allerdings sind die Chancen weiter groß.
Morgan Geekie (11.) brachte die Bruins, die in der vergangenen Saison enttäuscht und überraschend die Playoffs verpasst hatten, früh in Führung. Erst im Schlussdrittel drehten die Gäste aus Florida durch Tore von Brandon Hagel (47.) und Emil Lilleberg (59.) das Spiel. Mit 96 Punkten liegt Boston aber weiter auf einem Wildcard-Platz im Osten.
Im Sommer hatte der sechsmalige Stanley-Cup-Sieger den deutschen Ex-Nationalspieler verpflichtet, der nach der sensationellen Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 als Co-Trainer und Chefcoach in der unterklassigen AHL den Grundstein für seine zweite NHL-Karriere gelegt hatte. Sturm, der als Spieler von 2005 bis 2010 für die Bruins auf dem Eis stand, formte schneller als erwartet ein Team mit Playoff-Ambitionen - trotz zahlreicher prominenter Abgänge.
Einen großen Schritt Richtung Playoffs machte Nationalspieler Tim Stützle mit den Ottawa Senators. Die Kanadier setzten sich mit 3:0 bei den New York Islanders durch und hängten den direkten Konkurrenten damit zwei Runden vor Schluss ab. Ridly Greig (14.), Jake Sanderson (53.) und Michael Amadio (58.) erzielten die Tore für die Senators, die an den punktgleichen Bruins vorbeizogen. Sollte Moritz Seider in der Nacht (23.00 Uhr MESZ) mit den Detroit Red Wings gegen die New Jersey Devils keinen Punkt holen, wären Sturm und Stützle durch.