Lange nach dem Schwimmen vorn dabei - Philipp weit zurück
Der Routinier kann nach der ersten Disziplin auf seinen vierten WM-Titel hoffen. Für die deutschen Frauen sieht es dagegen schlecht aus.
Patrick Lange hat bei seinem Abschied vom Ironman-Mekka Hawaii einen hervorragenden Start hingelegt. Der dreimalige Weltmeister stieg nach einem überraschend starken Schwimmen als Fünfter aufs Rad und verschaffte sich ebenso wie Landsmann Jonas Schomburg eine hervorragende Ausgangsposition für das restliche Rennen. Von seinen ärgsten Kontrahenten gehörten auch Sam Laidlow und Kristian Blummenfelt zur Spitzengruppe, Gustav Iden und Magnus Ditlev ließen bei leichtem Regen eine Lücke von über zwei Minuten aufreißen.
Laura Philipp hatte in ihrer schwächsten Disziplin derweil extrem mit dem starken Wellengang im Pazifik zu kämpfen und ließ eine Lücke von achteinhalb Minuten auf die führende Britin Lucy Charles-Barclay reißen. Damit gerät der Traum vom Titel schon früh in weite Ferne, selbst das Podest dürfte angesichts der starken Schwimm-Leistungen der Hauptkonkurrentinnen Solveig Lövseth, Taylor Knibb, Katrina Matthews und eben Charles-Barclay nur schwer zu erreichen sein. "Sie hat ein hartes Stück Arbeit vor sich", sagte ZDF-Experte Jan Frodeno.
Erstmals seit 2019 treten Männer und Frauen am selben Tag auf Big Island an, nachdem die Rennen zuletzt im wechselnden Jahres-Rhythmus auf Hawaii und Nizza aufgeteilt waren. Die vergangene Austragung der Männer auf Hawaii hatte Lange im Jahr 2024 gewonnen, er könnte mit seinem vierten Erfolg zum alleinigen deutschen Rekordhalter vor Jan Frodeno aufsteigen. Bei den Frauen hofft Philipp nach zweimal Bronze auf ihren Premieren-Coup in Kailua-Kona, sie hatte ihren WM-Titel 2024 in Nizza gewonnen.
Insgesamt müssen die Athletinnen und Athleten auf der Langdistanz 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer radfahren und 42,195 Kilometer laufen. Seit 2008 stand bei jeder Austragung des Ironman Hawaii mindestens ein Deutscher oder eine Deutsche auf dem WM‑Podium.