Formel 3: Audi-Junior Slater verliert im Saisonfinale an Boden
Der Brite startet in Madrid als Meisterschaftsführender, bleibt zum Auftakt aber punktlos - und die weiteren Aussichten sind düster.
Audis Top-Talent Freddie Slater (18) droht den erhofften Titel in seiner ersten Formel-3-Saison auf den letzten Metern doch noch zu verlieren. Beim Finale in Madrid schloss der Brite das Sprintrennen am Samstag nur als 18. ab und verpasste die Punkteränge deutlich, sein Verfolger Ugo Ugochukwu (19) holte als Achter Zählbares.
Damit verringerte sich Slaters Vorsprung in der Meisterschaft auf nur noch 12 Punkte - und die Aussichten für das weitere Wochenende sind schlecht. Zwei Hauptrennen stehen noch an, am Samstagabend (18.00 Uhr) und am Sonntagmorgen (9.45 Uhr/jeweils Sky). Slater startet von den Positionen 17 und 8, weil er in den Qualifyings Probleme mit seinem Trident-Boliden hatte. Ugochukwu (Campos Racing) wird dagegen von den Startplätzen 4 und 2 in die beiden Rennen gehen.
Auch den Sprint hatte Slater von Rang 17 gestartet, auf dem neuen, sehr engen Stadtkurs gab es im gesamten Feld praktisch keine Überholmanöver. Halten Slater und Ugochukwu ihre Startplätze in den beiden Rennen, dann wird der Amerikaner in der Meisterschaft noch vorbeiziehen.
Audi, der Formel-1-Rennstall um Nico Hülkenberg, gibt in diesem Jahr sein Debüt als Werksteam in der Königsklasse und legte parallel ein Juniorprogramm auf. Slater war der erste Zugang und weckt große Erwartungen: Er blickt auf eine erfolgreiche Kart-Karriere mit Europa- und Weltmeisterschaftstiteln zurück, anschließend gewann er zwei Formel-4-Meisterschaften.
Der Titel auf Formel-3-Niveau gleich im Rookie-Jahr wäre eine besondere Leistung, Vorgänger waren etwa die etablierten Formel-1-Stars Charles Leclerc (Ferrari), George Russell (Mercedes), Oscar Piastri (McLaren) - und Gabriel Bortoleto, aktuell Hülkenbergs Teamkollege im Audi.