Engel in der DTM: Vom Nürburgring auf die "kleine Nordschleife"
Maro Engel reist als Spitzenreiter zum nächsten Rennen der DTM in die Niederlande. Im Gepäck hat er beste Erinnerungen aus der "Grünen Hölle".
Von der Nordschleife an die Nordsee: Spitzenreiter Maro Engel kommt mit besonderem Rückenwind zum zweiten DTM-Wochenende der Saison nach Zandvoort. Der Mercedes-AMG-Pilot gewann zuletzt das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring – und lieferte sich bei einem der prestigeträchtigsten GT-Events des Jahres mitten in der Nacht aufsehenerregende Duelle mit Max Verstappen.
"Wahnsinnigen Spaß" habe das gemacht, "ich habe im Helm gegrinst", sagte Engel später. Der viermalige Formel-1-Weltmeister Verstappen wurde letztlich durch einen Defekt an der Antriebswelle um alle Chancen gebracht, so saß dann Engel im Siegerauto.
Für den Münchner war der Erfolg in der Eifel der nächste Höhepunkt innerhalb weniger Wochen. Schon beim DTM-Auftakt in Spielberg hatte der 40-Jährige mit Platz drei am Samstag und dem Sieg am Sonntag überzeugt. Den Auftakterfolg wertete Engel als Bestätigung für die Arbeit im Winter. "Mein letzter Sieg war auch schon eine Weile her", sagte er. Mit 44 Punkten reist Engel nun als Führender der Gesamtwertung an die niederländische Nordseeküste.
In Zandvoort will er seine Spitzenposition behaupten und an gute Erinnerungen anknüpfen. 2023 feierte Engel auf dem anspruchsvollen Dünenkurs seinen ersten DTM-Sieg in der GT3-Ära. "Wenn du ganz oben stehst, sind das ganz besondere Momente", sagte Engel über seinen Erfolg von damals. Die Strecke gilt mit Sand, Wind, Höhenunterschieden und den markanten Steilkurven als eine der größten Herausforderungen im Kalender - und vielleicht liegt sie Engel besonders gut. Nicht umsonst werde der Kurs schließlich "oft als kleine Nordschleife bezeichnet".