Ehemaliger WADA-Chef Reedie im Alter von 84 Jahren gestorben
IOC-Präsidentin Coventry würdigt den langjährigen Sportfunktionär als "unerschütterlichen Verfechter der Integrität."
Der Spitzensportfunktionär Sir Craig Reddie ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag mit. Der Schotte war unter anderem zwischen 2014 und 2019 Vorsitzender der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gewesen.
"Sir Craig widmete sein ganzes Leben dem Dienst am Sport und der Olympischen Bewegung", wurde IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zitiert, "er war ein unerschütterlicher Verfechter der Integrität und führte die globale Sportgemeinschaft mit Würde und Entschlossenheit durch einige ihrer schwierigsten Momente."
Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletikweltverbandes IAAF, trauerte in einem Post auf X um Reddie: "Craig war mein Mentor, mein weiser Ratgeber, mein engagierter Berater und ein großartiger Freund", schrieb er. Der amtierende WADA-Präsident Witold Banka würdigte seinen Vorgänger ebenfalls mit einem Statement in dem sozialen Netzwerk: "Seine unerschütterliche Integrität und seine stille Stärke bedeuteten mir mehr, als Worte ausdrücken können", bekundete Banka.
Vor seiner Funktionärslaufbahn war Reedie als Badmintonspieler aktiv gewesen. Beim IOC war er später im Exekutivkomitee (2009 bis 2012) sowie als Vizepräsident (2012 bis 2016) tätig. Bereits zwischen 1981 und 1984 fungierte Reedie als Präsident der International Badminton Federation (IBF).
Für seine Verdienste um den Sport wurde Reedie mehrfach ausgezeichnet: 2018 wurde er von der britischen Krone zum Knight Grand Cross erhoben, 2023 erhielt er den Olympischen Orden in Silber.