Boat Race: Oxford-Frauen beenden Niederlagenserie
Lilli Freischem entscheidet das Schwesterduell mit Mia für sich. Bei den Männern triumphiert Frederik Breuer.
Lilli Freischem hat mit den Ruderinnen von Oxford das legendäre Duell gegen den Rivalen Cambridge und ihre Schwester Mia gewonnen. Im traditionellen Aufeinandertreffen der beiden Eliteuniversitäten setzten sich die "Dark Blues" auf der etwa 6,8 km langen Strecke auf der Themse in London deutlich gegen die "Light Blues" durch und feierten bei den Frauen den ersten Erfolg nach zuvor acht Niederlagen in Serie. Neben Mia Freischem gehörte mit Antonia Galland eine weitere Deutsche zum unterlegenen Cambridge-Achter.
Es war das erste Mal seit 22 Jahren, dass Schwestern beim Boat Race aufeinandertrafen. Die Kölnerinnen Mia und Lilli Freischem hatten 2020 mit dem Rudern begonnen. Mia, 24, Doktorandin der Chirurgie, feierte bei der 80. Ausgabe des Frauenrennens vor Zehntausenden Zuschauern ihre Premiere, während Lilli, Doktorandin der Atmosphärenphysik und schon im Vorjahr dabei, sich in ihrem letzten Studienjahr befindet. In der Gesamtbilanz verkürzte Oxford auf 31:49.
Bei der 171. Ausgabe des Männer-Rennens feierte Cambrigde mit Schlagmann Frederik Breuer, Olympia-Vierter in Paris im Deutschland-Achter, souverän seinen 89. Sieg und baute damit den Vorsprung auf Oxford (81) aus - 1877 hatte es ein "totes Rennen" ohne Sieger gegeben. Cambridge setzte mit dem siebten Sieg bei den acht jüngsten Auflagen seine Dominanz fort.