BBL: Schröders Braunschweiger wahren Resthoffnung
Die Löwen bezwingen in einem Overtime-Krimi die Ludwigsburger und verhindern vorerst den Abstieg.
Die Löwen Braunschweig haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt in der Basketball Bundesliga (BBL) auf dramatische Weise am Leben gehalten. Der Klub von Eigentümer Dennis Schröder gewann in der Verlängerung gegen die Playoff-Anwärter Riesen Ludwigsburg mit 98:97 (88:88, 42:42) und setzte damit seine Aufholjagd fort. Es war der vierte Sieg aus den vergangenen sechs Liga-Spielen.
Mehrfach waren die Löwen dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte am Samstag ganz nah gewesen. So auch beim letzten Wurfversuch der Gäste. "Ganz am Ende bei dem Wurf? Ich muss ehrlich sagen, ich hatte extreme Angst, dass der noch reingeht", sagte Braunschweigs Guard Benjamin Schröder bei Dyn.
Noch in der regulären Spielzeit hatten die Gastgeber 47 Sekunden vor Schluss mit 83:88 zurückgelegen. Bei nur noch 12 Sekunden Spielzeit rettete dann Bryant Crawford die Löwen in die Verlängerung, dort behielt Braunschweig letztlich das Momentum.
Trotz des knappen Heimerfolgs hängt der Klassenerhalt aber am seidenen Faden, wie auch Guard Schröder erkannte: "Dieser Mut, wie wir uns jetzt entwickelt haben – das ist vielleicht etwas spät." Zwei Spieltage vor Saisonschluss haben die Löwen als 17. vier Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den Science City Jena als 16. inne hat. Die verbleibenden Spiele muss Braunschweig daher für sich entscheiden und zugleich auf zwei Niederlagen für Jena hoffen.
Jena hätte bereits in der früheren Partie am Samstagabend den Braunschweigern den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte bescheren können. Jena verlor allerdings mit 79:89 (33:46) bei den Rostock Seawolves.
Schlusslicht Academics Heidelberg auf Rang 18 hat am Montag (20.00 Uhr/Dyn) gegen den Syntainics MBC noch sein Endspiel, um die Restchance auf die Klasse zu wahren.