Badminton-EM: Seidel/Nguyen holen Bronze
Für den Deutschen Badminton-Verband ist es die erste EM-Medaille seit drei Jahren. Die Niederlage im Halbfinale verhindert Silber oder Gold.
Das deutsche Badminton-Mixed Marvin Seidel/Thuc Nguyen hat bei den Europameisterschaften im spanischen Huelva Bronze gewonnen. Das Duo verlor am Freitag im Halbfinale mit 12:21, 16:21 gegen die an Nummer zwei gesetzten Dänen Mathias Christiansen/Alexandra Böje und verpasste dadurch das Endspiel. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht.
"Wir haben definitiv nicht so gut gespielt wie gestern. Dann reicht es nicht, das ist leider so. Dafür sind die zu gut", sagte 2022er Doppel-Europameister Seidel, der erst seit weniger als einem Jahr mit Nguyen zusammenspielt. "Aber insgesamt sind wir sehr happy mit einer Medaille. Das hätten wir vorher so unterschrieben und deswegen gibt es heute Abend etwas Leckeres zu essen."
Für den Deutschen Badminton-Verband ist es die erste EM-Medaille seit drei Jahren, 2024 und 2025 war das DBV-Team jeweils leer ausgegangen. Der frühere Doppel-Europameister Seidel (30) und Nguyen (23) spielen seit 2025 zusammen, bei ihrem ersten internationalen Turnier in Luxemburg gewannen sie sofort einen Titel.
Die "beste verbleibende Paarung im Turnier", wie Seidel die Gegner aus Dänemark im Vorfeld bezeichnet hatte, war jedoch eine Nummer zu groß. Im Endspiel treffen Christiansen/Böje am Samstag auf die Engländer Callum Hemming/Estelle van Leeuwen.
Die deutsche Meisterin Yvonne Li scheiterte am Freitag im Viertelfinale an der Türkin Neslihan Arin (16:21, 17:21) und verpasste damit ihre erste EM-Medaille im Einzel. Auch das Überraschungs-Duo Bjarne Geiss und Jones Ralfy Jansen schied nach dem knappen 19:21, 20:22 gegen die Dänen Mads Vestergaard/Daniel Lundgaard im Viertelfinale aus.
"Es ist gerade schon noch hart, aber bald können wir nach vorne schauen", sagte Bundestrainer Hannes Käsbauer und zog ein gemischtes, aber ingesamt positives Fazit: "Die Entwicklung macht Freude und zieht auch die anderen mit. Ich erkenne einen Aufwärtstrend und den wollen wir weiter fortsetzen - niemand lässt hier auf dem Level locker.“