Kovac schafft Bestmarke: "Ich nehme die Blumen mit"
Der Coach holte 107 Punkte in seinen ersten 50 Ligaspielen an der BVB-Seitenlinie.
Lars Ricken überbrachte höchstpersönlich die Jubiläums-Glückwünsche an Niko Kovac. "Es gab eine kleine Umarmung in der Kabine", berichtete der Sport-Geschäftsführer von Vizemeister Borussia Dortmund vom herzlichen Zusammentreffen mit seinem Coach nach dem 3:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim: "107 Punkte nach 50 Spielen hatte noch kein Trainer bei uns - großes Kompliment."
Kovac wollte im Anschluss an den glücklichen Sieg am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga allerdings keine große Sache aus seiner Bestmarke machen. "Die Statistik ist jetzt die, die sie ist", sagte der Ex-Profi: "Wenn ich nicht mehr da bin, wird es ein anderer besser machen. Ich nehme die Blumen mit, aber mehr ist es nicht."
Tatsächlich hat Kovac andere Sorgen. Zwar zeigten seine Schützlinge nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand große Moral, doch beim Start in die Champions League am Dienstag gegen die Spanier vom FC Villarreal braucht es eine wesentlich bessere Leistung. "Wir haben als ganze Mannschaft nicht so optimal gespielt", gestand der neue Sportdirektor Ole Book ein.
Serhou Guirassy (61.) und Fabio Silva (66.) trafen für die Dortmunder. Entscheidend war ein spätes Eigentor von Albian Hajdari (87.), das Neuzugang Ethan Nwaneri mit einem Querpass einleitete. "Das Tor hat er sich mit einem Quäntchen Glück hart erarbeitet", sagte Kovac.