"Keinen Termin mit René": Wagner vor ungewisser FC-Zukunft
Der Interimstrainer holte bislang sechs Punkte aus sechs Spielen. Reicht das?
Bei der Verabschiedung der scheidenden Profis Florian Kainz, Luca Kilian und Dominique Heintz klatschte René Wagner artig Beifall. Doch von ausgelassener Stimmung war der Interimstrainer des 1. FC Köln angesichts des neuerlichen Dämpfers weit entfernt. "Keine Gedanken" könne er sich über seine Zukunft machen, sagte der 37-Jährige nach dem 1:3 (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim am DAZN-Mikrofon. Auf weitere Nachfragen hatte er keine Lust.
Statt eines gelungenen Saisonausklangs vor heimischer Kulisse und einer Empfehlung für eine Beförderung ließen Wagner und der FC viele Fragezeichen zurück. Noch vor dem Spiel war der Eindruck ein anderer gewesen. "Vielleicht" gebe es morgen Gespräche über seine Zukunft, sagte Wagner am Sonntagnachmittag. Er gehe davon aus, dass man am Montag schon mehr wissen werde.
Das dementierte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler im Anschluss. "Ich habe eben in meinen Terminplaner geguckt, ich habe morgen keinen Termin mit René", sagte er: "Ich habe mich ja diese Woche sehr ausführlich zu dem Thema geäußert. Wir haben gesagt, wir wollen die Saison abschließen."
Das verlief gegen Heidenheim äußerst holprig. Teile der Fans quittierten den überlegenen, aber zu ineffizienten und zu anfälligen Auftritt gar mit Pfiffen. Wagner, der Ende März die Nachfolge von Lukas Kwasniok angetreten hatte, holte bislang sechs Punkte aus sechs Spielen. Das Ergebnis? Der Klassenerhalt. Aber reicht das?
Kessler wollte sich nicht festlegen und kündigte eine Analyse nach dem Saisonende an. Er verspüre "keinen Zeitdruck", sagte der 40-Jährige: "Als Aufsteiger 1. FC Köln zwei Spieltage vor Schluss, die Klasse gehalten zu haben, war für uns sehr positiv. Aber das werden wir in Ruhe analysieren. Und dann kommt logischerweise ja die Trainerthematik auf den Tisch."