Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Birkenfeld/ Erfreulicher Rückgang der Gesamtunfallzahlen
Analog der Vorjahre werden für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Birkenfeld die Zahlen anlässlich der Verkehrsunfallstatistik veröffentlicht.
Birkenfeld (Stadt und Verbandsgemeinde) (ots) - Eine erfreuliche Entwicklung ist im Hinblick auf die Gesamtunfallentwicklung zu verzeichnen. Die Unfallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter zurückgegangen.
Bei den Unfällen mit Personenschäden, insbesondere bei schwerverletzten Verkehrsteilnehmern, ist ebenfalls ein Rückgang festzustellen.
Während im Jahr 2024 insgesamt noch 731 Verkehrsunfälle im Dienstbezirk der Polizei Birkenfeld aufgenommen wurden, waren es im Jahr 2025 nur noch 656 Unfallereignisse. Dies entspricht einem Rückgang um mehr als zehn Prozent. Eine positive Bilanz zieht die Polizei Birkenfeld gegenüber dem Vorjahr bei Unfällen mit schwer- bzw. leichtverletzten Personen. Während die Unfälle mit schweren Personenschäden (17 Unfälle) um über 20 Prozent zurückgingen stieg die Anzahl der Unfälle mit Leichtverletzten um knapp 13 Prozent von 30 auf 34. Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden betrugen in der Summe insgesamt 51 (Vorjahr: 53).
Im Jahr 2025 musste die Polizei Birkenfeld erfreulicherweise keinen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang registrieren.
Bei den insgesamt 51 Unfällen mit Personenschäden wurden 17 Personen schwer- sowie 41 Personen leichtverletzt. Im Jahr zuvor waren es bei 53 Unfällen mit Personenschäden 25 Schwer- bzw. 40 Leichtverletzte.
Hauptunfallursache bei den 51 Unfällen mit Personenschäden war im Jahr 2025 eine überhöhte Geschwindigkeit (elf Unfälle), gefolgt von mangelndem Sicherheitsabstand (acht Unfälle).
Verkehrsunfälle mit Flucht:
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei welchen sich Beteiligte unerlaubt von der Unfallstelle entfernten, erhöhte sich auf 94 (Vorjahr: 91), was einem Anstieg von knapp 3 Prozent entspricht. Bei drei dieser Unfälle wurden Personen verletzt. Bei 43 Unfällen in dieser Kategorie konnte der jeweilige Verursacher ermittelt werden, was einer Aufklärungsquote von knapp 45 Prozent entspricht. Damit konnte annähernd jede zweite Verkehrsunfallflucht aufgeklärt und dadurch eine Schadensregulierung für den Geschädigten herbeigeführt werden. "Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort stellt eine Straftat dar." Daher appelliert die Polizei Birkenfeld an alle Verkehrsteilnehmer und Zeugen, bei entsprechenden Wahrnehmungen und Beobachtungen, welche zur Aufklärung einer derartigen Tat dienen könnten, die zuständige Polizei zu informieren. Neben präventiven Maßnahmen werden wir auch weiterhin einen Schwerpunkt auf die Aufklärung dieser Taten legen. Zeugenhinweisen kommt dabei oftmals eine entscheidende Bedeutung zu. Die Polizei bittet die Bevölkerung, die jeweiligen Feststellungen mitzuteilen. Bitte unterstützen Sie uns, damit Geschädigte nicht auf ihrem Schaden sitzen bleiben müssen."
Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol bzw. berauschenden Mitteln:
Von neun auf sieben gegenüber dem Jahr 2024 sank die Anzahl der Verkehrsunfälle unter alkoholischer Beeinflussung. In diesem Zusammenhang wurden bei vier "Alkoholunfällen" Personen verletzt. Im Jahr 2025 wurde auch ein "drogenbedingter" Verkehrsunfall registriert; glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Gezielte Präventionsmaßnahmen in Form von Alkohol- und Drogenkontrollen sollen dazu beitragen, die Anzahl dieser Art von Unfällen ebenfalls zu minimieren. "Frühe Aufklärung und Prävention, aber auch konsequente Kontrollmaßnahmen im Bezug auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind ein wichtiger Bestandteil der polizeilichen Arbeit. Bei Fehlverhalten drohen den Verantwortlichen neben Versicherungsproblemen auch ein Fahrverbot, MPU sowie Geld- und im äußersten Fall sogar Freiheitsstrafen. Dessen sollte sich jeder Fahrzeugführer bzw. jede Fahrzeugführerin bewusst sein, bevor ein (Kraft-) Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr in Betrieb genommen wird."
Hauptunfallursachen: Wildunfälle, Sonstige Unfälle, Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren, Abstand und Geschwindigkeit:
Nach wie vor typisch für ländlich geprägte und stark bewaldete Regionen, zu denen insbesondere der Nationalparklandkreis Birkenfeld gehört, sind Wildunfälle. Nachdem im Jahr 2024 noch 336 Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizei Birkenfeld verzeichnet wurden, waren es im Jahr 2025 hingegen nur noch 262 Unfälle (Abnahme um 22 Prozent). Dies entspricht knapp 40 Prozent aller Unfallereignisse im vergangenen Jahr. Wildunfälle stellen ein nach wie vor andauerndes und durchaus schwerwiegendes Problem dar, welche entscheidende Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit zur Folge haben können. Die Unfälle treten unabhängig vom Fahrkönnen bzw. der Erfahrung der Verkehrsteilnehmer auf. Leider führten bis dato keine der im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen diskutierten und bundesweit angewandten Maßnahmen (Duftbarrieren, optische/akustische Reflektoren, Rückschnitt im Straßenrand) zu einer wirksamen Reduzierung der Wildunfälle. Grundsätzlich raten Polizei sowie Automobilverbände im Hinblick auf Vorkehrungen bzw. Vermeidung von Wildunfällen zu den nachfolgend aufgeführten Verhaltensregeln:
Reduzierung der Geschwindigkeiten in Waldgebieten und an unübersichtlichen Wald- oder Feldrändern
Erhöhte Vorsicht auf neuen Straßen durch den Wald (Wild ändert vertraute Wege kaum)
Wenn Wildtiere an oder auf der Straße auftauchen: Abblenden, kontrolliert und vorsichtig abbremsen und hupen
Mit Nachzüglern rechnen (Wildschweine, Rehe und andere Arten leben oft in Rudeln)
Wenn eine Kollision unvermeidbar ist: Besser ein kontrollierter Aufprall als unkontrolliertes Ausweichen
Im Ernstfall das Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und dabei behutsam abbremsen
In die Kategorie der sogenannten sonstigen Unfälle (165) werden insbesondere die üblicherweise als "Parkplatzrempler" bezeichneten Unfälle zusammengefasst, welche einen erheblichen Anteil an der Gesamtunfallanzahl (ca. 25 Prozent) darstellen.
Etwa 11 Prozent (76) der Unfälle 2025 wurden durch einen "Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren" verursacht. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Rückgang von fast 50 Prozent zu verzeichnen.
Mit 41 Unfällen (ca. 6 Prozent an der Gesamtunfallanzahl) belegt die Ursache "Mangelnder Sicherheitsabstand", also die klassischen "Auffahrunfälle", die vierthäufigste Ursache.
Bei den sogenannten "Geschwindigkeitsunfällen" ist eine steigende Tendenz (von 29 auf 36) um ca. 25 Prozent zu erkennen.
Die Polizei Birkenfeld wird auch künftig im Rahmen ihres Präventions- und Sicherheitskonzepts zur Vermeidung bzw. Eindämmung von Verkehrsunfällen an ausgewählten, potentiellen Gefahren- bzw. Unfallhäufungsstellen Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Hierzu werden eigene Kontrollen, unterstützend durch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik sowie der Zentralen Geschwindigkeitsüberwachung des Polizeipräsidiums Trier, durchgeführt. Regelmäßige und konsequente Kontrollmaßnahmen der Polizei sollen dazu beitragen, die Zahl der Unfälle weiter zu reduzieren. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit stellt immer noch eine der Hauptunfallursachen dar. Höhere Geschwindigkeiten führen oftmals auch zu schwerwiegenderen Verletzungen. Halten Sie sich daher bitte dringend an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Denken Sie nicht nur an sich, sondern auch an andere Verkehrsteilnehmer, passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen an. Dies kann im Einzelfall auch Leben retten."
Unfall - Risikogruppen:
Kinder:
Im Erfassungszeitraum 2025 wurden fünf Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern (0 bis 14 Jahre) registriert. Dabei wurden insgesamt vier Kinder leicht- und in einem Fall schwerverletzt. Bei einem Unfall wurde ein "mitfahrendes" Kind verletzt. Gegenüber dem Vorjahr (drei Unfälle) erhöhte sich die Anzahl daher um knapp zwei Drittel. Bei drei dieser Unfälle wurden diese durch ein Fehlverhalten des Kindes verursacht. Glücklicherweise kam es 2025 zu keinem sogenannten "Schulwegunfall".
Diesbezüglich verweist die Polizei Birkenfeld auf ihr bewährtes Verkehrssicherheitskonzept, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. "In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hierzu zählen u.a. die frühkindliche Verkehrserziehung in den elf Kindertagesstätten, der Einsatz des 2026 neu eingeführten "Tabaluga-Mobil" (zusätzliches Angebot für Verkehrserziehung, insbesondere in Kindertagesstätten) sowie die Radfahrausbildung in den vier Grundschulen und der Förderschule in der Verbandsgemeinde Birkenfeld."
Das Angebot von sogenannten "Fahrrad-Aktionstagen" an den Grundschulen durch den örtlichen Verkehrssicherheitsberater der Polizei Birkenfeld soll dazu dienen, über die standardmäßige Radfahrausbildung hinaus die Handlungssicherheit von Kindern im öffentlichen Straßenverkehr zu erhöhen. Im Bereich von Schulen und Kindergärten werden weiterhin regelmäßig Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt, um insbesondere die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Bezüglich der Thematik "Elterntaxis" wird durch entsprechende Aufklärung seitens der Schule (u.a. Anbringen von Bannern) und ggf. erforderlichen polizeilichen Überwachmaßnahmen ebenfalls Präventionsarbeit geleistet.
Junge Fahrende:
Von 167 im Jahr 2024 auf 90 sank die Anzahl der Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von jungen Fahrenden im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Hierbei wurden bei 15 Unfällen insgesamt vier junge Personen schwer- und bei sechs Unfällen leicht verletzt. Die Anzahl der Hauptverursacher in dieser Kategorie sank dabei von 132 im Vorjahr auf 66 (Quote von knapp 73 Prozent).
Unfälle unter Beteiligung von Senioren:
Bei 136 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Senioren (Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren) an der Unfallentwicklung beteiligt. Gegenüber dem Vorjahr (143) sank die Anzahl um knapp 5 Prozent. Die Anzahl der Hauptverursacher lag bei insgesamt 98, was einem Anteil von knapp 72 Prozent entspricht. Vier Senioren wurden bei den Unfällen schwer- und sechs leichtverletzt. Dabei wurde mit ca. 43 Prozent fast jeder zweite Unfall aufgrund eines sonstigen Fehlers verursacht. Typisch sind in dieser Kategorie die sogenannten "Parkplatz-Unfälle", welche oftmals bei sogenannten "Rangiervorgängen" auftreten. Der Anteil in diesem Bereich lässt sich insbesondere durch die demografische Entwicklung im Landkreis Birkenfeld und den damit verbundenen, kontinuierlich gestiegenen Anteil der > 65-jährigen in den vergangenen Jahren erklären.
Fahrradfahrer:
Im Jahr 2025 kam es zu insgesamt elf registrierten Verkehrsunfällen (Vorjahr: acht) unter der Beteiligung eines Rad- (neun) bzw. Pedelecfahrenden (zwei), wobei bei drei Unfällen Personen schwer- und bei sieben Unfällen leichtverletzt wurden. Die Anzahl der Hauptverursacher betrug dabei acht.
Motorisierter Zweiradverkehr:
Im Bereich des motorisierten Zweiradverkehrs (Krafträder über 125 cm³ sowie Leichtkrafträder zwischen 50 und 125 cm³) wurden sechs Verkehrsunfälle (2024: zehn) erfasst. Gegenüber dem Vorjahr ist hierbei ein deutlicher Rückgang um 40 Prozent zu verzeichnen. In einem Fall wurde ein Zweiradfahrer schwer- sowie in zwei Fällen leichtverletzt. Die Anzahl der Hauptverursacher betrug vier.
Elektrokleinstfahrzeuge:
In der Gruppe der immer mehr an Bedeutung gewinnenden sogenannten "Elektrokleinstfahrzeuge", auch E-Scooter genannt, wurden im Jahr 2025 drei Verkehrsunfälle (2024: kein Unfall) erfasst, wobei bei zwei Unfällen Personen schwer- und bei einem Unfall leichtverletzt wurden. Bei einem dieser Unfälle wurde der Unfall durch eine Person dieser Kategorie verursacht.
"E-Scooter-Nutzende müssen, so weit vorhanden, Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen. Ansonsten sollten sie auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen, das Fahren auf Gehwegen ist verboten."
Unfälle unter Beteiligung von LkW:
Bei 43 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Liefer- und Lastkraftwagen beteiligt. Gegenüber dem Vorjahr (52) sank die Anzahl um knapp 17 Prozent. Im Zusammenhang mit LkW-Unfällen kamen insgesamt vier Personen zu Schaden (einmal schwer- und dreimal leichtverletzt). Die Anzahl der Hauptverursacher lag bei 33, was einer Quote von knapp 76 Prozent entspricht.
Fazit:
"Die Polizei Birkenfeld verfolgt als oberstes Ziel weiterhin die Minimierung von Verkehrsunfällen, insbesondere derjenigen mit (schweren) Personenschäden. Hierzu werden nach wie vor die Mittel Aufklärung, allgemeine Präventionsarbeit, aber auch die regelmäßige Verkehrsüberwachung zur Unfallbekämpfung eingesetzt. Neben der jährlich stattfindenden Jugendverkehrsschule in den Grundschulen der Verbandsgemeinde Birkenfeld werden weitere Verkehrsinformations- bzw. Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hierzu zählen insbesondere Veranstaltungen mit Schwerpunkt "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" an weiterführenden Schulen sowie neben regelmäßigen Geschwindigkeitsmessungen auch Kontrollen im Bereich der Tuning-/Poserszene sowie im Schwerlastverkehr."
Bei den Unfällen mit Personenschäden, insbesondere bei schwerverletzten Verkehrsteilnehmern, ist ebenfalls ein Rückgang festzustellen.
Während im Jahr 2024 insgesamt noch 731 Verkehrsunfälle im Dienstbezirk der Polizei Birkenfeld aufgenommen wurden, waren es im Jahr 2025 nur noch 656 Unfallereignisse. Dies entspricht einem Rückgang um mehr als zehn Prozent. Eine positive Bilanz zieht die Polizei Birkenfeld gegenüber dem Vorjahr bei Unfällen mit schwer- bzw. leichtverletzten Personen. Während die Unfälle mit schweren Personenschäden (17 Unfälle) um über 20 Prozent zurückgingen stieg die Anzahl der Unfälle mit Leichtverletzten um knapp 13 Prozent von 30 auf 34. Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden betrugen in der Summe insgesamt 51 (Vorjahr: 53).
Im Jahr 2025 musste die Polizei Birkenfeld erfreulicherweise keinen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang registrieren.
Bei den insgesamt 51 Unfällen mit Personenschäden wurden 17 Personen schwer- sowie 41 Personen leichtverletzt. Im Jahr zuvor waren es bei 53 Unfällen mit Personenschäden 25 Schwer- bzw. 40 Leichtverletzte.
Hauptunfallursache bei den 51 Unfällen mit Personenschäden war im Jahr 2025 eine überhöhte Geschwindigkeit (elf Unfälle), gefolgt von mangelndem Sicherheitsabstand (acht Unfälle).
Verkehrsunfälle mit Flucht:
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei welchen sich Beteiligte unerlaubt von der Unfallstelle entfernten, erhöhte sich auf 94 (Vorjahr: 91), was einem Anstieg von knapp 3 Prozent entspricht. Bei drei dieser Unfälle wurden Personen verletzt. Bei 43 Unfällen in dieser Kategorie konnte der jeweilige Verursacher ermittelt werden, was einer Aufklärungsquote von knapp 45 Prozent entspricht. Damit konnte annähernd jede zweite Verkehrsunfallflucht aufgeklärt und dadurch eine Schadensregulierung für den Geschädigten herbeigeführt werden. "Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort stellt eine Straftat dar." Daher appelliert die Polizei Birkenfeld an alle Verkehrsteilnehmer und Zeugen, bei entsprechenden Wahrnehmungen und Beobachtungen, welche zur Aufklärung einer derartigen Tat dienen könnten, die zuständige Polizei zu informieren. Neben präventiven Maßnahmen werden wir auch weiterhin einen Schwerpunkt auf die Aufklärung dieser Taten legen. Zeugenhinweisen kommt dabei oftmals eine entscheidende Bedeutung zu. Die Polizei bittet die Bevölkerung, die jeweiligen Feststellungen mitzuteilen. Bitte unterstützen Sie uns, damit Geschädigte nicht auf ihrem Schaden sitzen bleiben müssen."
Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol bzw. berauschenden Mitteln:
Von neun auf sieben gegenüber dem Jahr 2024 sank die Anzahl der Verkehrsunfälle unter alkoholischer Beeinflussung. In diesem Zusammenhang wurden bei vier "Alkoholunfällen" Personen verletzt. Im Jahr 2025 wurde auch ein "drogenbedingter" Verkehrsunfall registriert; glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Gezielte Präventionsmaßnahmen in Form von Alkohol- und Drogenkontrollen sollen dazu beitragen, die Anzahl dieser Art von Unfällen ebenfalls zu minimieren. "Frühe Aufklärung und Prävention, aber auch konsequente Kontrollmaßnahmen im Bezug auf Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind ein wichtiger Bestandteil der polizeilichen Arbeit. Bei Fehlverhalten drohen den Verantwortlichen neben Versicherungsproblemen auch ein Fahrverbot, MPU sowie Geld- und im äußersten Fall sogar Freiheitsstrafen. Dessen sollte sich jeder Fahrzeugführer bzw. jede Fahrzeugführerin bewusst sein, bevor ein (Kraft-) Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr in Betrieb genommen wird."
Hauptunfallursachen: Wildunfälle, Sonstige Unfälle, Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren, Abstand und Geschwindigkeit:
Nach wie vor typisch für ländlich geprägte und stark bewaldete Regionen, zu denen insbesondere der Nationalparklandkreis Birkenfeld gehört, sind Wildunfälle. Nachdem im Jahr 2024 noch 336 Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizei Birkenfeld verzeichnet wurden, waren es im Jahr 2025 hingegen nur noch 262 Unfälle (Abnahme um 22 Prozent). Dies entspricht knapp 40 Prozent aller Unfallereignisse im vergangenen Jahr. Wildunfälle stellen ein nach wie vor andauerndes und durchaus schwerwiegendes Problem dar, welche entscheidende Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit zur Folge haben können. Die Unfälle treten unabhängig vom Fahrkönnen bzw. der Erfahrung der Verkehrsteilnehmer auf. Leider führten bis dato keine der im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen diskutierten und bundesweit angewandten Maßnahmen (Duftbarrieren, optische/akustische Reflektoren, Rückschnitt im Straßenrand) zu einer wirksamen Reduzierung der Wildunfälle. Grundsätzlich raten Polizei sowie Automobilverbände im Hinblick auf Vorkehrungen bzw. Vermeidung von Wildunfällen zu den nachfolgend aufgeführten Verhaltensregeln:
Reduzierung der Geschwindigkeiten in Waldgebieten und an unübersichtlichen Wald- oder Feldrändern
Erhöhte Vorsicht auf neuen Straßen durch den Wald (Wild ändert vertraute Wege kaum)
Wenn Wildtiere an oder auf der Straße auftauchen: Abblenden, kontrolliert und vorsichtig abbremsen und hupen
Mit Nachzüglern rechnen (Wildschweine, Rehe und andere Arten leben oft in Rudeln)
Wenn eine Kollision unvermeidbar ist: Besser ein kontrollierter Aufprall als unkontrolliertes Ausweichen
Im Ernstfall das Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und dabei behutsam abbremsen
In die Kategorie der sogenannten sonstigen Unfälle (165) werden insbesondere die üblicherweise als "Parkplatzrempler" bezeichneten Unfälle zusammengefasst, welche einen erheblichen Anteil an der Gesamtunfallanzahl (ca. 25 Prozent) darstellen.
Etwa 11 Prozent (76) der Unfälle 2025 wurden durch einen "Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren" verursacht. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Rückgang von fast 50 Prozent zu verzeichnen.
Mit 41 Unfällen (ca. 6 Prozent an der Gesamtunfallanzahl) belegt die Ursache "Mangelnder Sicherheitsabstand", also die klassischen "Auffahrunfälle", die vierthäufigste Ursache.
Bei den sogenannten "Geschwindigkeitsunfällen" ist eine steigende Tendenz (von 29 auf 36) um ca. 25 Prozent zu erkennen.
Die Polizei Birkenfeld wird auch künftig im Rahmen ihres Präventions- und Sicherheitskonzepts zur Vermeidung bzw. Eindämmung von Verkehrsunfällen an ausgewählten, potentiellen Gefahren- bzw. Unfallhäufungsstellen Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Hierzu werden eigene Kontrollen, unterstützend durch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik sowie der Zentralen Geschwindigkeitsüberwachung des Polizeipräsidiums Trier, durchgeführt. Regelmäßige und konsequente Kontrollmaßnahmen der Polizei sollen dazu beitragen, die Zahl der Unfälle weiter zu reduzieren. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit stellt immer noch eine der Hauptunfallursachen dar. Höhere Geschwindigkeiten führen oftmals auch zu schwerwiegenderen Verletzungen. Halten Sie sich daher bitte dringend an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Denken Sie nicht nur an sich, sondern auch an andere Verkehrsteilnehmer, passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen an. Dies kann im Einzelfall auch Leben retten."
Unfall - Risikogruppen:
Kinder:
Im Erfassungszeitraum 2025 wurden fünf Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern (0 bis 14 Jahre) registriert. Dabei wurden insgesamt vier Kinder leicht- und in einem Fall schwerverletzt. Bei einem Unfall wurde ein "mitfahrendes" Kind verletzt. Gegenüber dem Vorjahr (drei Unfälle) erhöhte sich die Anzahl daher um knapp zwei Drittel. Bei drei dieser Unfälle wurden diese durch ein Fehlverhalten des Kindes verursacht. Glücklicherweise kam es 2025 zu keinem sogenannten "Schulwegunfall".
Diesbezüglich verweist die Polizei Birkenfeld auf ihr bewährtes Verkehrssicherheitskonzept, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. "In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hierzu zählen u.a. die frühkindliche Verkehrserziehung in den elf Kindertagesstätten, der Einsatz des 2026 neu eingeführten "Tabaluga-Mobil" (zusätzliches Angebot für Verkehrserziehung, insbesondere in Kindertagesstätten) sowie die Radfahrausbildung in den vier Grundschulen und der Förderschule in der Verbandsgemeinde Birkenfeld."
Das Angebot von sogenannten "Fahrrad-Aktionstagen" an den Grundschulen durch den örtlichen Verkehrssicherheitsberater der Polizei Birkenfeld soll dazu dienen, über die standardmäßige Radfahrausbildung hinaus die Handlungssicherheit von Kindern im öffentlichen Straßenverkehr zu erhöhen. Im Bereich von Schulen und Kindergärten werden weiterhin regelmäßig Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt, um insbesondere die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Bezüglich der Thematik "Elterntaxis" wird durch entsprechende Aufklärung seitens der Schule (u.a. Anbringen von Bannern) und ggf. erforderlichen polizeilichen Überwachmaßnahmen ebenfalls Präventionsarbeit geleistet.
Junge Fahrende:
Von 167 im Jahr 2024 auf 90 sank die Anzahl der Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von jungen Fahrenden im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Hierbei wurden bei 15 Unfällen insgesamt vier junge Personen schwer- und bei sechs Unfällen leicht verletzt. Die Anzahl der Hauptverursacher in dieser Kategorie sank dabei von 132 im Vorjahr auf 66 (Quote von knapp 73 Prozent).
Unfälle unter Beteiligung von Senioren:
Bei 136 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Senioren (Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren) an der Unfallentwicklung beteiligt. Gegenüber dem Vorjahr (143) sank die Anzahl um knapp 5 Prozent. Die Anzahl der Hauptverursacher lag bei insgesamt 98, was einem Anteil von knapp 72 Prozent entspricht. Vier Senioren wurden bei den Unfällen schwer- und sechs leichtverletzt. Dabei wurde mit ca. 43 Prozent fast jeder zweite Unfall aufgrund eines sonstigen Fehlers verursacht. Typisch sind in dieser Kategorie die sogenannten "Parkplatz-Unfälle", welche oftmals bei sogenannten "Rangiervorgängen" auftreten. Der Anteil in diesem Bereich lässt sich insbesondere durch die demografische Entwicklung im Landkreis Birkenfeld und den damit verbundenen, kontinuierlich gestiegenen Anteil der > 65-jährigen in den vergangenen Jahren erklären.
Fahrradfahrer:
Im Jahr 2025 kam es zu insgesamt elf registrierten Verkehrsunfällen (Vorjahr: acht) unter der Beteiligung eines Rad- (neun) bzw. Pedelecfahrenden (zwei), wobei bei drei Unfällen Personen schwer- und bei sieben Unfällen leichtverletzt wurden. Die Anzahl der Hauptverursacher betrug dabei acht.
Motorisierter Zweiradverkehr:
Im Bereich des motorisierten Zweiradverkehrs (Krafträder über 125 cm³ sowie Leichtkrafträder zwischen 50 und 125 cm³) wurden sechs Verkehrsunfälle (2024: zehn) erfasst. Gegenüber dem Vorjahr ist hierbei ein deutlicher Rückgang um 40 Prozent zu verzeichnen. In einem Fall wurde ein Zweiradfahrer schwer- sowie in zwei Fällen leichtverletzt. Die Anzahl der Hauptverursacher betrug vier.
Elektrokleinstfahrzeuge:
In der Gruppe der immer mehr an Bedeutung gewinnenden sogenannten "Elektrokleinstfahrzeuge", auch E-Scooter genannt, wurden im Jahr 2025 drei Verkehrsunfälle (2024: kein Unfall) erfasst, wobei bei zwei Unfällen Personen schwer- und bei einem Unfall leichtverletzt wurden. Bei einem dieser Unfälle wurde der Unfall durch eine Person dieser Kategorie verursacht.
"E-Scooter-Nutzende müssen, so weit vorhanden, Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen. Ansonsten sollten sie auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen, das Fahren auf Gehwegen ist verboten."
Unfälle unter Beteiligung von LkW:
Bei 43 Verkehrsunfällen waren im Jahr 2025 Liefer- und Lastkraftwagen beteiligt. Gegenüber dem Vorjahr (52) sank die Anzahl um knapp 17 Prozent. Im Zusammenhang mit LkW-Unfällen kamen insgesamt vier Personen zu Schaden (einmal schwer- und dreimal leichtverletzt). Die Anzahl der Hauptverursacher lag bei 33, was einer Quote von knapp 76 Prozent entspricht.
Fazit:
"Die Polizei Birkenfeld verfolgt als oberstes Ziel weiterhin die Minimierung von Verkehrsunfällen, insbesondere derjenigen mit (schweren) Personenschäden. Hierzu werden nach wie vor die Mittel Aufklärung, allgemeine Präventionsarbeit, aber auch die regelmäßige Verkehrsüberwachung zur Unfallbekämpfung eingesetzt. Neben der jährlich stattfindenden Jugendverkehrsschule in den Grundschulen der Verbandsgemeinde Birkenfeld werden weitere Verkehrsinformations- bzw. Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hierzu zählen insbesondere Veranstaltungen mit Schwerpunkt "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" an weiterführenden Schulen sowie neben regelmäßigen Geschwindigkeitsmessungen auch Kontrollen im Bereich der Tuning-/Poserszene sowie im Schwerlastverkehr."
Quelle: Rheinland-Pfalz