261012-3-K/LEV Polizei warnt vor Cybertrade Fraud Masche - Verlockende Geldanlagen entpuppen sich als Betrug
Zivilpolizisten haben am Freitagnachmittag (9. Oktober) einen 55 Jahre alten mutmaßlichen Geldabholer in Leverkusen nach einem Betrugsversuch festgenommen.
Köln (ots) - Er wollte einen vierstelligen Geldbetrag von einem Senior abholen. Angehörige hatten zuvor die Polizei alarmiert, weil sie einen Betrugsversuch vermuteten. Gegen den aus Italien stammenden Mann erließ ein Haftrichter noch am Samstag Haftbefehl. Die Ermittlungen zu den Drahtziehern der "Cybertrade Fraud" genannten Betrugsmasche dauern weiter an.
Dieser Fall ist nur einer von vielen laufenden Ermittlungsverfahren aus diesem Phänomenbereich. Die Polizei Köln bearbeitete allein im Jahr 2025 mehr als 1300 dieser Vorgänge. Sehr häufig reagieren Geschädigte auf Werbeanzeigen im Internet, bei denen Prominente in Talkshows lukrative Geldanlagen bewerben. Über einen Link wird der Zuschauer aufgefordert, seine Erreichbarkeit zu hinterlassen. Nach wenigen Minuten melden sich die Betrüger telefonisch und fordern zur ersten Investitionszahlung auf. Die Videos entpuppen sich in solchen Fällen aber als "Deepfakes", das heißt: Die Talkshows samt Gästen und ihren Redebeiträgen gab es in dieser Form zu keinem Zeitpunkt. Es ist das Werk der Betrüger. In Erwartung hoher Renditen werden - oft über einen längeren Zeitraum - Geldbeträge in Höhe von anfangs 250 Euro bis hin zu sechsstelligen Gesamtsummen überwiesen. Persönliche Geldübergaben stellen Ausnahmen dar. Im Einzelfall kommt es auch zu Rückzahlungen niedriger Beträge. Diese stammen dann jedoch von weiteren Geschädigten, die die Zahlungen in der Annahme einer eigenen Investition vornehmen. Fordern die Geschädigten größere Beträge zurück, werden hohe Auszahlungsgebühren verlangt. Eine tatsächliche Auszahlung bleibt jedoch aus. Das investierte Geld bleibt in der Regel verloren.
Die Polizei empfiehlt:
- Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlich hohen Gewinnen
bei geringem Einsatz.
- Leisten Sie keine Anzahlungen an unbekannte Anrufer
oder Anbieter.
- Nutzen Sie die Recherchemöglichkeiten der
Verbraucherzentralen zu Anlageplattformen.
- Lassen Sie keinen Fernzugriff auf PC oder Handy zu -
auch wenn der Anrufer "nur helfen" möchte.
- Achtung! Zeitdruck ist kein Qualitätsmerkmal einer
Geldanlage, sondern ein Warnsignal.
Weitere Informationen z. B. zum Erkennen von unseriösen Plattformen bieten die Verbraucherzentralen unter folgendem Link an: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/so-erkennen-sie-unserioese-onlinetradingplattformen-31474 (cw/ts)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Polizeipräsidium Köln
Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-6
51103 Köln
Telefon: 0221/229 5555
e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.de
https://koeln.polizei.nrw
Original-Content von: Polizei Köln, übermittelt durch news aktuell
Dieser Fall ist nur einer von vielen laufenden Ermittlungsverfahren aus diesem Phänomenbereich. Die Polizei Köln bearbeitete allein im Jahr 2025 mehr als 1300 dieser Vorgänge. Sehr häufig reagieren Geschädigte auf Werbeanzeigen im Internet, bei denen Prominente in Talkshows lukrative Geldanlagen bewerben. Über einen Link wird der Zuschauer aufgefordert, seine Erreichbarkeit zu hinterlassen. Nach wenigen Minuten melden sich die Betrüger telefonisch und fordern zur ersten Investitionszahlung auf. Die Videos entpuppen sich in solchen Fällen aber als "Deepfakes", das heißt: Die Talkshows samt Gästen und ihren Redebeiträgen gab es in dieser Form zu keinem Zeitpunkt. Es ist das Werk der Betrüger. In Erwartung hoher Renditen werden - oft über einen längeren Zeitraum - Geldbeträge in Höhe von anfangs 250 Euro bis hin zu sechsstelligen Gesamtsummen überwiesen. Persönliche Geldübergaben stellen Ausnahmen dar. Im Einzelfall kommt es auch zu Rückzahlungen niedriger Beträge. Diese stammen dann jedoch von weiteren Geschädigten, die die Zahlungen in der Annahme einer eigenen Investition vornehmen. Fordern die Geschädigten größere Beträge zurück, werden hohe Auszahlungsgebühren verlangt. Eine tatsächliche Auszahlung bleibt jedoch aus. Das investierte Geld bleibt in der Regel verloren.
Die Polizei empfiehlt:
- Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlich hohen Gewinnen
bei geringem Einsatz.
- Leisten Sie keine Anzahlungen an unbekannte Anrufer
oder Anbieter.
- Nutzen Sie die Recherchemöglichkeiten der
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- Lassen Sie keinen Fernzugriff auf PC oder Handy zu -
auch wenn der Anrufer "nur helfen" möchte.
- Achtung! Zeitdruck ist kein Qualitätsmerkmal einer
Geldanlage, sondern ein Warnsignal.
Weitere Informationen z. B. zum Erkennen von unseriösen Plattformen bieten die Verbraucherzentralen unter folgendem Link an: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/so-erkennen-sie-unserioese-onlinetradingplattformen-31474 (cw/ts)
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Quelle: Nordrhein-Westfalen