Neuer Wiesn-Rekord: 7,4 Millionen Besucher
Ein neuer Rekord für die Wiesn: 7,4 Millionen Menschen haben nach Angaben der Stadt in diesem Jahr das Münchner Oktoberfest besucht. Das sind so viele wie noch nie. Der bisherige Rekord lag bei 7,2 Millionen Besucher im Jahr 2023. "Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer langen Geschichte", sagte Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD).
Die Massen strömten, das Bier auch: 6,7 Millionen Maß Bier wurden nach Angaben der Stadt getrunken. Das sind 2,7 Prozent mehr als 2025 (6,5 Millionen). Beim Essen meldeten die Wiesnwirte ein Plus von zwei bis drei Prozent. Dabei sei das "klassische Hendl wieder im Aufwind". Von den 7,4 Millionen Besuchern waren 447.000 auch Gäste auf der Oidn Wiesn.
Unglücke überschatten das Fest
Überschattet wurde das Fest aber von Unglücksfällen. Am letzten Wiesn-Tag wurde ein 47 Jahre alter Mitarbeiter an einer Schiffsschaukel so schwer verletzt, dass er reanimiert werden musste.
Bereits am dritten Wiesntag war ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter eines Freefall-Towers gestorben, nachdem er unter einer Gondel eingeklemmt worden war. Warum er sich in dem Bereich aufhielt, in dem er nicht sein sollte, wird noch ermittelt. Die Wiesn-Gemeinde gedachte ihres Kollegen bei dem traditionellen Gottesdienst.
Einer über 90 Jahre alten Frau wurde der Versuch, auf der Oidn Wiesn ein Kutschpferd zu streicheln, zum Verhängnis. Ihr Rollstuhl verfing sich im Geschirr und sie stürzte. Sechs Tage danach starb sie im Krankenhaus.
Außerdem kippte ein Reisebus, der von Italien auf dem Weg zur Wiesn unterwegs war, auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu um. Zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Reisegruppe der in Italien lebenden philippinischen Staatsangehörigen wollte auf dem Oktoberfest feiern.