Ist die Reiseapotheke gut bestückt? Hinein gehören unter anderem Pflaster, Verbandsmaterial, Desinfektionsspray, Einmalhandschuhe, Schmerzmittel, Sonnenschutzmittel und mehr.
Reisende sollten im Vorfeld alle für das Urlaubsland empfohlenen Reiseimpfungen wahrnehmen und auch nicht vergessen, die eigenen Medikamente in ausreichender Stückzahl einzupacken.
Urlauberinnen und Urlauber sollten sich zudem darüber informieren, wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort erreichbar sind. In der gesamten Europäischen Union sind die Notrufdienste etwa per Mobil- und Festnetztelefon unter der Notrufnummer 112 kontaktierbar.
Reisende können sich bereits im Vorfeld informieren, wer im Krankheitsfall ein Ansprechpartner sein kann, um wichtige Fragen zu klären. Die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) bietet auf ihrer Internetseite Merkblätter für zahlreiche Länder, vorwiegend in der EU.
Dort sind unter anderem wichtige Kontaktdaten und Hinweise bezüglich ärztlicher Behandlungen, Gebühren, Medikamenten und mehr vermerkt. Zudem kann die eigene Krankenkasse vor Reiseantritt Fragen rund um den Versicherungsschutz beantworten.
Jeder sollte laut EU-Kommission über eine Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), zu finden auf der Rückseite der Gesundheitskarte, verfügen. Diese ermöglicht in EU-Ländern und wenigen weiteren "Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens".
Die Krankenkassen übernehmen Behandlungskosten im EU-Ausland aber nicht bei jedem Arzt. Wer sich von einem Privatarzt behandeln lässt, bleibt ohne Auslandsreise-Krankenversicherung auf den Kosten sitzen. Auch in anderen Ländern ist es ratsam, einen zusätzlichen Schutz abzuschließen.
Die Verbraucherzentrale hält eine Auslandsreise-Krankenversicherung für wichtig, da Kosten für "Rücktransport nach Deutschland, Zuzahlungen und Eigenanteile, Behandlungen durch private Leistungserbringer und Urlaube außerhalb der EU nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt sind".
Wer keinen Arzt benötigt und direkt ein Medikament erstehen möchte, sollte darauf achten, richtige Apotheken aufzusuchen um die Gefahr auszuschließen, versehentlich gefälschte Arzneimittel zu erwerben.
Vorteilhaft kann es zudem sein, sich vor der Reise den Namen eines Wirkstoffs zu vermerken und nicht den Eigennamen eines Medikaments, das man einnimmt. Beispiel: Aspirin ist ein Marken-/Handelsname, der enthaltene Wirkstoff ist Acetylsalicylsäure (ASS).