Sommer, Sonne, schrecklicher Streit! Zwar verbringen 61 Prozent der Deutschen laut einer Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK für gewöhnlich mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin den Haupturlaub, doch unterschiedliche Stressfaktoren führen immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Elf Prozent der 1.608 befragten Männer und Frauen ab 18 Jahren würden vielleicht auch deshalb lieber die freie Zeit ohne Partner oder Partnerin verbringen.
Obwohl viele Paare sich im Urlaub sicher vor allem harmonische Stunden wünschen würden, gibt es immer wieder unterschiedlichste Faktoren, die besonders störend wirken und sich so negativ auf die Erholung auswirken.
51 Prozent der Befragten mit Partner oder Partnerin gaben als einen solchen Störfaktor schlechtes Wetter an. 26 Prozent ärgern sich über schlechte Laune des jeweils anderen, 21 Prozent über lärmende Kinder und 16 Prozent stört eine übermäßige Smartphone-Nutzung der Partnerin oder des Partners.
Zehn Prozent mögen es nicht, wenn der oder die Partnerin während des Urlaubs arbeitet, acht Prozent ärgern sich über eigene Arbeit rund um ihren Job. Noch sechs Prozent belastet es, ungewohnt viel Zeit mit dem anderen zu verbringen.
"Es geht oft um die Frage, welche Erwartungen meine Begleitung und ich an die gemeinsame freie Zeit haben", wird Patrizia Thamm, Referentin Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK, in einer Pressemitteilung zitiert. Eine gute Abstimmung sei wichtig, um mögliche Konflikte zu vermeiden.
"Wir sind alle Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen", sagt Thamm. "Es wird immer Dinge geben, in denen sich Reisepartner*innen unterscheiden. Daher kann es sinnvoll sein, auch im Urlaub einfach mal Zeit für sich allein einzuplanen [...]".
Partner sollten sich also auch im Urlaub stets gegenseitig zuhören - und dem anderen genügend Freiraum lassen. Also warum nicht einfach ein bisschen Sonnenbaden und es sich in einem Café gemütlich machen, wenn der oder die andere doch ein wenig arbeiten muss oder gerade etwas Zeit für sich benötigt?
Hilfreich kann es auch sein, die Erwartungen an den Urlaub nicht zu hoch zu setzen, da so kleinere Hindernisse nicht gleich zu einer riesigen Enttäuschung werden. Jammern könne ein soziales Ventil sein, meint Thamm. Dann sollte man sich aber wieder auf schöne Erlebnisse fokussieren.
Wer sich zusammenreißt, kann zudem das Handy auch sicher einmal links liegen lassen. Und wenn man nicht einen wirklich wichtigen Anruf erwartet, stört es vermutlich auch nicht, das Gerät einfach im Hotelzimmer zu lassen.
Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Wenn es draußen strömt und stürmt, kann man sich beispielsweise mit dem Begleiter oder der Begleiterin auch ins Hotelbett kuscheln.
Romantische Stunden in trauter Zweisamkeit sollte keiner aber einfach so erwarten, denn sonst könnte es auch im Hotel donnern. Nur weil man sich im Urlaub befindet, ist das Gegenüber nicht plötzlich ganz anders als sonst. Wer sich Romantik und Nähe wünscht, sollte dies auch ansprechen.