Fünf unvergleichliche Strände in Spanien
Spaniens Küsten gehören zweifellos zu den schönsten und vor allem abwechslungsreichsten Europas: Schroffe Atlantikklippen treffen auf feinsandige Mittelmeerbuchten, geschützte Naturparks auf vielfältige Urlaubsregionen. Wer das Land bereist, findet deswegen unmöglich "den einen" perfekten Strand, sondern eine beeindruckende Bandbreite an Landschaften. Diese fünf Strände stechen dabei nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern vor allem wegen ihres ganz eigenen Charakters besonders hervor.
Fünf Küsten, fünf Charaktere: Spaniens Strände im Porträt
Der Strand Playa de Ses Illetes auf der Baleareninsel Formentera steht wie kein anderer für mediterranes Postkartenidyll. Feiner Sand und kristallklares Wasser verleihen ihm ein fast schon karibisches Erscheinungsbild. Seine Lage in einem Naturschutzgebiet sorgt dafür, dass der Strand trotz seiner Beliebtheit eine exklusive, ruhige Atmosphäre bewahrt.
An der Atlantikküste Andalusiens beeindruckt die Playa de Bolonia durch ihre Natürlichkeit. Weite Sandflächen, eine gewaltige Wanderdüne und die Überreste der römischen Stadt Baelo Claudia machen den Ort einzigartig. Hier verschmelzen Natur und Geschichte zu einem seltenen Gesamtbild. Fernab dichter Bebauung und Massentourismus stellt der Strand für den Reiseführer-Anbieter "Lonely Planet" sogar das schönste Strand-Fotomotiv Spaniens dar.
Ganz im Norden, in Galicien, zeigt sich die Küste von ihrer dramatischen Seite: Die Praia das Catedrais (Strand der Kathedralen) verdankt ihren Namen den monumentalen Felsbögen, die bei Ebbe freigelegt werden. Wind und Wasser haben über Jahrtausende eine Landschaft geformt, die eher an gotische Architektur als an einen klassischen Strand erinnert. Um das stark von den Gezeiten geprägte Naturwunder zu besichtigen, benötigt man in bestimmten Jahreszeiten eine kostenlose Genehmigung.
An der Mittelmeerküste Kataloniens, an der Costa Brava, liegt die kleine Bucht El Portitxol. Umgeben von Pinien und zerklüfteten Felsen, bietet sie einen intimen Kontrast zu den bekannteren Stränden der Region. Das klare Wasser und die abgeschiedene Lage machen sie besonders bei Reisenden beliebt, die Ruhe und ursprüngliche Landschaft suchen. Fernab vom Massentourismus in Lloret de Mar, Tossa de Mar und Calella ist der Strand laut dem Reisemagazin "Merian" perfekt für Familien geeignet.
Im Naturpark Cabo de Gata in Almería schließlich liegt die Playa de los Genoveses: ein Paradebeispiel für unberührte Mittelmeeridylle. Ohne Hotels oder größere Infrastruktur wirkt der Strand nahezu zeitlos. Die weite Bucht, eingerahmt von sanften Hügeln, zieht vor allem jene an, die Stille und Natur in ihrer ursprünglichsten Form erleben möchten.
Fazit: Ein Land, unzählige Küstenwelten
Ob spektakuläre Felsformationen im Norden, naturbelassene Atlantikstrände im Süden oder türkisfarbene Buchten im Mittelmeer, Spaniens Küsten zeigen eine außergewöhnliche Vielfalt. Die fünf vorgestellten Strände stehen exemplarisch für diese Bandbreite: Jeder von ihnen ist nicht nur ein Ort zum Baden, sondern ein eigenständiges Landschaftserlebnis. Gerade diese Unterschiede machen Spaniens Küsten zu einem der faszinierendsten Reiseziele Europas.