Manfred Thierry Mugler starb im Alter von 73 Jahren eines "natürlichen Todes", wie ein Sprecher mitteilte. Der Franzose machte sich vor allem in den 80ern einen Namen und stand für extravagante Mode mit gepolsterten Schultern und tiefen Ausschnitten.
Promi-Damen wie Lady Gaga, Beyoncé und Cardi B liebten seine Entwürfe und repräsentierten das, was man als "Mugler-Frau" bezeichnet. Bevor Mugler 1973 sein eigenes Unternehmen gründete, arbeitete er in Paris, London und Mailand für diverse Modehäuser.
1915 von Cristóbal Balenciaga gegründet, steht das gleichnamige Modehaus für besondere Schnitte. Der Spanier erfand die I-Silhouette, Ballon-Röcke und das Babydoll-Dress, hier von Sienna Miller getragen, und zog sich in den 60ern aus dem Geschäft zurück.
Heute ist Demna Gvasalia der kreative Kopf des Unternehmens. Für ihn ist Couture "wie plastische Chirurgie, nur mit Textilien", erklärte er der "Vogue" in einem Interview seine Arbeit. Sein Stil: Er lässt die Geschlechtergrenzen verschwimmen.
Burberry ist eine britische Traditionsmarke, die anfangs Offiziere mit einem eigens patentierten, wasserabweisenden, aber atmungsaktiven Gabardine-Stoff ausstattete - der Trenchcoat war geboren.
2018 löste Riccardo Tisci nach 17 Jahren Christopher Bailey als Chefdesigner ab. Tisci hatte zuvor schon bei Givenchy für frischen Wind gesorgt und sich bei Burberry der Nachhaltigkeit verschrieben.
Chanel ohne Karl Lagerfeld? Für viele schien das nach dem Tod des Modezaren 2019 kaum vorstellbar. Doch es rückte eine Frau nach, die nicht nur als Praktikantin von Lagerfeld Chanel förmlich einatmete ...
... Virginie Viard arbeitet seit über drei Jahrzehnten für das französische Traditionshaus. Mit ihr an der Spitze wird Chanel wieder von einer Frau geführt, die für andere Frauen designt und Elemente aus den 80ern aufleben lässt.
Seit 2016 zeichnet Maria Grazia Chiuri für die Kollektionen verantwortlich. Sie startete 1989 bei Fendi und arbeitete 17 Jahre lang für Valentino. Bei Dior steht sie wie kaum eine andere für Feminismus und verpasste dem ultimativen Dior-Klassiker, dem Bar-Jacket, einen neuen Anstrich.
Taschen, Koffer, Schuhe und Gürtel - sie alle sind bei Gucci mit dem Trensen- und Steigbügelmotiv und den Farben Grün, Rot, Grün versehen. Bis heute hat das Label einen unverkennbaren Wiedererkennungswert.
Alessandro Michele (l., hier mit Jared Leto) ist der Mann, der dem doch etwas angestaubten Image in Form von Blumen, Schmetterlingen und Vögeln etwas mehr Schwung verlieh. Er tut dies seit 2015.
Klare, schmale Silhouette, Eleganz und Weiblichkeit, all das vereint das schmale Etuikleid, das Audrey Hepburn 1961 in dem Filmklassiker "Frühstück bei Tiffany" trug. Später sollte Givenchy deutlich extrovertierter werden.
Matthew M. Williams löste Clare Waight Kellerman als Chefdesigner ab. In jungen Jahren arbeitete er, ein Autodidakt, mit Künstlern wie Kanye West und Lady Gaga zusammen. Er tritt in große Fußstapfen: John Galliano, Alexander McQueen und Riccardo Tisci gingen ihm bei Givenchy voran.
Zuletzt machte das Label Louis Vuitton mit dem Tod von Virgil Abloh, Kreativdirektor der Männerlinie, von sich reden. Die Taschen mit dem unvergleichlichen Print sind seit Jahren bei Jung und Alt beliebt.
Nicolas Ghesquière ist seit 2013 der kreative Kopf der LVMH-Gruppe. Im November 2014 wurde er vom "Wall Street Journal" als "Fashion Innovator of the Year" ausgezeichnet. 2015 nahm er den British Fashion Award als "Best International Designer of the Year" entgegen.
Dieser Form der Androgynität folgt auch Anthony Vaccarello (hier mit Demi Moore). Das belgische Designtalent steht für breite Schultern, knappe Kleider und jede Menge Spitze. Er kam 2016 von der jungen Versace-Linie Versus.
Valentino-Mode dürfte bei Fashionistas regelmäßig für Schnappatmung sorgen. So war es zumindest bei Elizabeth Taylor, Jacqueline Kennedy Onassis und Sophia Loren, die alle Kundinnen von Valentino Garavani (l.) waren.
Heute lässt uns Chefdesigner Pierpaolo Piccioli nach Luft schnappen. Er gilt als Maestro der Haute Couture und wählt regelmäßig die Schauspielerin Zendaya als Trägerin seiner traumhaften Roben.