VW-Chef lobt Zwickau – Unsicherheit bleibt für Beschäftigte
VW-Chef Oliver Blume hat die Anstrengungen der Beschäftigten in Zwickau gelobt, die Kosten am Standort zu senken. "Ihr habt Kosten gesenkt, Abläufe verbessert und den vereinbarten Personalumbau planmäßig vorangebracht. Kurz gesagt: Ihr habt gezeigt, dass Veränderung möglich ist", sagte er nach Unternehmensangaben bei der Betriebsversammlung in Zwickau. "Man kann allen im Konzern nur immer wieder sagen: Schaut nach Sachsen, wie gut das da gelaufen ist."
Trotzdem sei man nicht am Ziel. Es gehe darum, dauerhaft die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern. "Die Arbeitskosten liegen heute bei mehr als dem Doppelten vergleichbarer europäischer Standorte. Und auch bei den Fabrikkosten liegen andere Werke noch deutlich günstiger", so Blume in Zwickau. "Das ist kein Vorwurf, es ist die Realität, an der wir uns messen lassen müssen."
Blume: keine Entscheidung zu möglichen Werkschließungen
Blume bekräftigte den Angaben zufolge, dass es für die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm noch keine "keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre" gebe. "Ich möchte aber auch klarstellen, dass es keine Entscheidung zu möglichen Werkschließungen gibt."
Sollte es trotz aller Anstrengungen am Ende keine Belegung für sie geben, dann stehe Volkswagen trotzdem in der Verantwortung. Blume: "Wir kämpfen um industrielle Perspektiven und um Beschäftigung für unsere Standorte. Mit Partnern. Mit Investoren. Mit neuen industriellen Lösungen."