So verschwinden Dateien vom Bildschirm
Das Geheimnis von Windows: So verschwinden Dateien vom Bildschirm
Windows ist ein Meister im Verstecken von Geheimnissen. Das Betriebssystem ist in der Lage, Dateien und Funktionen auf dem Bildschirm zu verbergen. So funktioniert es.
Mit Beschränkungen den Rechner und Dateien schützen
Wer seinen Rechner allein nutzt, hat ein geringeres Datenschutzrisiko. Doch wenn auch andere Personen an Deinem PC oder Notebook arbeiten, solltest Du Deine gespeicherten Dokumente besonders schützen. Auch spezielle Einstellungen können verborgen werden. Windows bietet hierfür verschiedene Möglichkeiten für Zugriffsbeschränkungen.
Werden Dokumente gespeichert, kann der Dateiname jedoch häufig Aufschluss auf den Inhalt und damit auf die enthaltenen Daten geben. Wird die Home-Version von Windows genutzt, kann sich zudem das Problem ergeben, dass der Gruppenrichtlinien-Editor fehlt. Damit lassen sich normalerweise verschiedene Systemeinstellungen schützen.
Willst Du nun eigene Dateien sichern, kannst Du diese auch auf unterschiedliche Art verstecken. Dabei ist es außerdem möglich, verschiedene Windowselemente nicht sichtbar oder nicht erreichbar für einen Nutzer zu machen. Beispiele dafür sind die Elemente im Startmenü, verschiedene Einstellungsseiten und zudem die im Infobereich befindlichen Icons. Finde im Folgenden die wichtigsten Einstellungen, mit denen Du für mehr Sicherheit durch verborgene Daten sorgst.
So verschwinden Dateien vom Bildschirm
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Bereinigen des Startmenüs
Wer neugierig ist und genau hinschaut, erfährt bereits über das Startmenü einiges über die Person, die den Rechner nutzt. So zeigt das Startmenü unter anderem Dateien und Anwendungen zuerst an, die Du zuletzt auf dem PC oder Notebook verwendet hast. Sofern eine andere Person Zugriff auf Deinen Rechner hat, solltest Du daher das Startmenü bereinigen. Gehe dazu auf „Einstellungen“, dann auf „Personalisierung“ und nun auf „Start“. Schalte die einzelnen Optionen, die Du rechts siehst, am besten alle aus.
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Auf der Einstellungsseite findest Du zudem einige Schalter, mit denen Du das Startmenü personalisieren kannst. Klicke zum Beispiel ganz unten auf den Link „Ordner“. Nun bekommst Du eine Auflistung von Schaltern angezeigt, die wiederum angeben, welche Icons im Startmenü zu sehen sein sollen. Diese Ordner müssen aber nicht über das Startmenü aufgerufen werden, Du findest sie auch über das Suchfeld. Tipp: Du kannst zudem ganze Kacheln aus dem Startmenü entfernen. Dazu klickst Du einfach mit der rechten Maustaste auf die Kachel und danach auf „Von Start lösen“.
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Verstecken der Icons im Infobereich
Du möchtest die Symbole auf dem Desktop ein- und ausblenden? Das geht unter Windows 11 sogar ganz einfach! Standard Icons wie „Dieser PC“, „Benutzername“, „Papierkorb“ und „Netzwerk“ ließen sich allerdings auch schon früher in anderen Windows-Versionen einblenden und verbergen. In der aktuellen Windows-Version musst Du jedoch einem anderen Pfad folgen, um Icons ein- und ausblenden zu können:
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Um bestimmte Desktopsymbole auszublenden, öffne zunächst das Startmenü und wähle „Einstellungen“. Wechsle anschließend zu „Personalisierung“ und klicke auf der rechten Seite auf „Designs“. Scrolle nach unten und öffne die „Desktopsymboleinstellungen“. Im folgenden Fenster entfernst du die Haken vor den Symbolen, die nicht mehr auf dem Desktop angezeigt werden sollen. Bestätige die Änderung abschließend mit „OK“ oder durch Drücken der Eingabetaste.
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Du hast aber auch eine andere Möglichkeit zum Entfernen der Icons auf dem Desktop. Dafür klickst Du die rechte Maustaste auf einer freien Stelle des Bildschirms und gehst danach auf „Ansicht“. Nun noch auf „Desktopsymbole anzeigen“ klicken. Sämtliche Icons sind vom Desktop verschwunden.
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Du willst die Symbole im Infobereich steuern? Auch das ist leicht: Klicke die rechte Maustaste, wenn sich der Mauszeiger auf der Taskleiste befindet. Dort wählst Du „Taskleisteneinstellungen“. Scrolle nun nach unten und wähle „Andere Taskleistensymbole“ aus. Entscheide nun, welche Elemente Du sichtbar lassen und welche Du entfernen möchtest. Bietet Dein Rechner verschiedene Funktionen und Komponenten gar nicht an, sind die Schalter ohne Funktion. Um weitere Einstellungen vornehmen zu können, nutzt Du „Verwandte Einstellungen“. Hier kannst Du beispielsweise Datum und Uhr anpassen.
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Tipp: Entferne die Buttons von Funktionen, die Du ohnehin nicht verwendest. Klicke dafür mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste wähle die entsprechenden Einträge aus. Nun kannst Du auf „Taskansicht-Schaltfläche anzeigen“ gehen. Du kannst sogar das Suchfeld aus der Taskleiste entfernen, wenn Du mit Rechtsklick auf die Leiste gehst. Wähle „Suchen“ und „Ausgeblendet“ und schon bist Du fertig. Du kannst die Suche immer noch verwenden, wenn Du das Startmenü öffnest und Deinen Suchbegriff eingibst. Es ist nach diesen Einstellungen lediglich das Suchfeld verschwunden, nicht die Funktion.
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Verstecke Deinen Rechner im Netzwerk
Windows hat noch eine tolle Funktion: Du kannst Deinen Rechner im Netzwerk ganz leicht verbergen. Dafür hast Du verschiedene Optionen:
Unsichtbar, aber freigegeben: Du kannst Deinen Rechner im Netzwerk verbergen, gleichzeitig aber Zugriff auf alle Freigaben erlauben. Nutze dafür die „Eingabeaufforderung“ mit Administrator-Rechten. Dafür tippst Du „Eingabe“ in das Suchfeld in der Taskleiste und klickst mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“. Nun wählst Du „Als Administrator ausführen“. Jetzt tippst Du den Befehl „net config server /hidden:yes“ ein und drückst Enter. Nun ist Dein Rechner in der Netzwerkumgebung nicht mehr zu sehen, über eine direkte Eingabe des Rechnernamens ist er aber noch zu finden. Willst Du das rückgängig machen, tippst Du als Befehl „net config server /hidden:no“ ein.
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Komplette Entfernung aus dem Netzwerk: Schalte die Netzwerkerkennung von Windows ab, so kann der Rechner auch nach Eingabe seines Namens nicht mehr gefunden werden. Das hat aber den Nachteil, dass auch Dein PC nicht mehr auf andere Rechner im Netzwerk zugreifen kann. Um diese Funktion anzuwenden, gehst du auf „Einstellungen“ und dann auf „Netzwerk und Internet“, danach auf „Erweiterte Netzwerkeinstellungen“. Klicke jetzt auf „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ und dann auf „Netzwerkerkennung“. Nun kannst Du die Erkennung für einzelne Netzwerkprofile deaktivieren.
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Bei Vorhandensein eines WLANs kannst Du auch das komplette Netzwerk verstecken, was einen zusätzlichen Schutz für das gesamte Funknetz bietet. Der Schlüssel zu diesem Vorgang ist der Router. Bei der Fritzbox findet sich die Funktion unter „WLAN“, dann „Funknetz“ und „Name des WLAN-Funknetzes sichtbar“. Lösche dort das Häkchen, um das Netzwerk zu verbergen. Bestätige den Vorgang mit „Übernehmen“.
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Verstecke wichtige Dateien unter Windows
Windows bietet noch mehr Möglichkeiten, um Deinen Rechner sicherer zu machen. Du kannst neben den genannten Punkten auch ganze Dateien unsichtbar machen. Besonders einfach ist dabei die folgende Art und Weise:
Um eine Datei zu verstecken, klicke sie im Explorer mit der rechten Maustaste an und wähle „Eigenschaften“. Setze im Bereich „Attribute“ einen Haken vor „Versteckt“ und bestätige die Änderung mit „OK“ oder der Eingabetaste. Beachte jedoch, dass sich solche Dateien weiterhin über den Explorer anzeigen lassen, wenn unter „Ansicht“ beziehungsweise den Ordneroptionen die Anzeige ausgeblendeter Dateien und Ordner aktiviert wird.
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Alternativ kannst Du einen Systemordner anlegen und Deine zu schützenden Dateien dorthin verschieben. Solche Ordner sind in der Windows-Voreinstellung nicht zu sehen. Um diesen Schutz umsetzen zu können, wählst Du „Eingabeaufforderung“ und tippst dann „attrib +s +h C:Geheim“ ein. Bitte beachte, dass Du damit den Ordner „C Geheim“ schützt. Beim Verstecken eines anderen Ordners musst Du den Befehl entsprechend anpassen. Wird die Option „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“ deaktiviert, sind allerdings auch die derart versteckten Dateien wieder sichtbar. Allerdings erscheint zuvor ein Warnhinweis, der zumindest auf unerfahrene Nutzer abschreckend wirken kann. Möchtest Du den Ordner wieder sichtbar machen, verwende den genannten Befehl und ändere die Plus- in Minuszeichen.
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Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, mit der sich Dateien verbergen lassen. Klicke dafür auf das zu versteckende Verzeichnis (rechte Maustaste verwenden!) und wähle „Umbenennen“. Nun tippst Du die Ziffernfolge „0160“ ein und bestätigst mit Enter. Damit hast Du ein spezielles Leerzeichen erzeugt. Jetzt lässt Du das Ordnersymbol verschwinden. Klicke erneut auf das Verzeichnis und rufe „Eigenschaften“ auf. Dort klickst Du unter dem Reiter „Anpassen“ auf „Anderes Symbol“. In der Symbolübersicht scrollst Du zur 13. Spalte, in der Du unsichtbare Icons findest. Eines davon bitte markieren und mit „Ok“ bestätigen. Das Ordnersymbol ist ebenfalls verschwunden, in der Verzeichnisübersicht findest Du lediglich noch eine Leerstelle. Wichtig zu wissen: Per Doppelklick kann der zugehörige Ordner aber immer noch geöffnet werden.