Wegen KI: iPhones werden teurer
Zuletzt vermeldete Apple Rekordergebnisse bei Umsatz und Gewinn. Dennoch seien in Zukunft "Preiserhöhungen unvermeidlich", wie CEO Tim Cook nun im Gespräch mit dem "Wall Street Journal" zu Protokoll gab.
Hintergrund der angekündigten Preissteigerungen bei iPhone, MacBook und Co. ist der KI-Boom: Weil Zuliefererkomponenten nicht nur zunehmend knapp, sondern auch teuer werden, droht dem Technologieunternehmen im laufenden Jahr ein Absatzrückgang. Kritisch ist der Materialengpass besonders bei den so wichtigen Speicherchips. Grund dafür ist die Investitionsoffensive in KI-Rechenzentren.
Bei Apple habe man lange Zeit versucht, Preiserhöhungen zu vermeiden. Cook sprach nun jedoch von "riesigen" Kostensteigerungen für das Unternehmen, die eine neue Preisgestaltung unumgänglich machen würden. Gleichzeitig kündigte er an, zusätzliche Lieferquellen erschließen zu wollen - etwa in China.
So viel mehr könnte das iPhone Pro in Zukunft kosten
Wie viel Kundinnen und Kunden künftig für Apple-Produkte zahlen werden müssen, ist bislang nicht bekannt. Derzeit ist das aktuelle iPhone 17 hierzulande ab 949 Euro zu haben, das iPhone 17 Pro gibt es ab 1.299 Euro zu kaufen. Ein neues MacBook Air erhält man ab 1.199 Euro, das MacBook Pro ab 1.899 Euro. Die nächste große Produktvorstellung wird im Herbst erwartet; unter anderem soll dort Berichten zufolge ein faltbares iPhone-Modell vorgestellt werden.
Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte der Preisanstieg laut einer für die Tageszeitung durchgeführten "TechInsights"-Analyse beachtlich ausfallen. Demnach müsste das Unternehmen rund 270 US-Dollar (etwa 233 Euro) mehr für das nächste iPhone Pro verlangen, um seine bisherige Rohgewinnmarge trotz der höheren Chipkosten zu halten.
Apple ist nicht das erste Elektronikunternehmen, das mit neuen Preisen auf den Chip-Mangel reagiert. Unter anderem gaben in der Vergangenheit bereits HP, Dell und Nintendo die gestiegenen Kosten an ihre Käuferschaft weiter.