Smartphone: Versteckte Android-Funktionen
Versteckte Android-Funktionen in Deinem Smartphone
Nicht jedes Feature ist von den Entwicklern von Smartphone-Betriebssystemen an offensichtlichen Stellen platziert. Wir zeigen Dir einige Funktionen, die versteckt sind und trotzdem helfen.
Viele Funktionen Ihres Android-Smartphones bleiben im Alltag unentdeckt, obwohl sie den Umgang deutlich erleichtern können. Abseits der bekannten Einstellungen verbergen sich praktische Features, die mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz bieten. Ob es um das schnelle Teilen von Daten, den Schutz persönlicher Inhalte oder eine intuitivere Navigation geht – oft sind es kleine, versteckte Optionen mit großer Wirkung. Wer sein Gerät besser kennt, kann alltägliche Aufgaben einfacher erledigen und spart dabei Zeit. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über nützliche Android-Funktionen, die nicht sofort ins Auge fallen, aber im richtigen Moment äußerst hilfreich sind.
Versteckte Android-Funktionen in Deinem Smartphone:
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Mehrere Nutzerkonten und Gastmodus
Android verfügt über einen Gästemodus, den aber viele Anwenderinnen und Anwender gar nicht kennen. Dazu gehst Du in die Einstellungen und dort weiter auf „System” und dann „Nutzer”. Dort findest Du die Option „Gast hinzufügen”. Dadurch wird ein neues Profil erstellt, das keinen Zugriff auf deine Fotos, Nachrichten und andere persönliche Daten hat.
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Ebenso schnell, wie sich dies einrichten lässt, kannst Du es auch wieder rückgängig machen – ebenfalls in den oben genannten Einstellungen. Praktisch ist das immer, wenn Du Dein Smartphone für einen Moment aus der Hand geben möchtest oder auch für Dich selbst, wenn Du aus irgendeinem Grund einen Zweitaccount für einen begrenzten Zeitraum benötigst.
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Zurück-Geste für bessere Navigation
Die Zurück-Taste am unteren Rand der Smartphones geht meistens in einem Browser einfach eine Seite zurück – aber manchmal ändert sich dieses Verhalten leicht und plötzlich landest Du vielleicht auf dem Homescreen oder anderswo. Besser ist es, wenn Du nicht die Taste benutzt, sondern einfach langsam vom Bildschirmrand nach innen wischst und Deinen Finger für einen Moment in der Bildschirmmitte hältst.
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Dann siehst Du eine Art Vorschau, die Dir zeigt, wo Du landest, wenn Du jetzt weitermachst. Einziger Haken an der Sache: Manche Apps verwenden dieses Feature nicht, sodass es gar nicht oder nur eingeschränkt funktioniert. Dann musst Du doch den Pfeil-Umweg nehmen.
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Nachrichten später senden
Viele Apps, wie Telegram oder Gmail, unterstützen ein zeitversetztes Absenden von Nachrichten. Dazu schreibst Du zunächst deine Nachricht. Anschließend tippst Du nicht auf Absenden, sondern hältst Deinen Finger für einen Moment auf dieser Taste gedrückt. Je nach App sollte dann ein Fenster erscheinen, womit Du den Absendezeitpunkt wählen kannst.
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Im privaten Bereich kann das etwa bei Geburtstagsglückwünschen praktisch sein. Im beruflichen Kontext möchtest Du vielleicht am Wochenende niemanden mit E-Mails belästigen, aber dann am Montag gleich morgens etwas absenden. In jedem Fall nimmt Dir diese Funktion viel manuelle Arbeit ab – und Du musst sie nicht einmal händisch aktivieren.
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Kopieren in blockierten Apps
Manche Apps blockieren die Möglichkeit, Texte oder Bilder zu kopieren. Auch einige Webseiten machen dies automatisch. Wenn Dich das stört, kannst Du in die App-Übersicht wechseln, bei vielen Smartphones ist das der Button unten links. In der Vorschau, die Du dann siehst, kannst Du oft eben doch Text markieren und kopieren, auch wenn das in der Vollansicht nicht möglich ist.
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Praktisch ist das beispielsweise für lange Zeichen- und Zahlenketten, bei denen ein manuelles Antippen einfach lästig und potenziell fehleranfällig ist. Der Trick funktioniert leider nicht bei allen Geräten - einfach ausprobieren hilft weiter.
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Quick Share für WLAN-Weitergabe
In Zeiten der komplexen Passwörter für WLAN-Zugänge ist es oft schwierig, jene Passwörter einfach per Vorlesen an einen Freund weiterzugeben. Leichter ist es, wenn Gerät und Software die Funktion Quick Share unterstützen. Dazu gehst Du in die WLAN-Einstellungen Deines Smartphones und suchst dort nach der gleichnamigen Option Quick Share.
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Wenn Du darauf tippst, werden Geräte in der Nähe automatisch gesucht. Die Zugangsdaten werden dann drahtlos und sicher übertragen. Wenn also ein Freund oder eine Freundin neben Dir sitzt und Du Quick Share benutzt, bekommt diese Person die Zugangsdaten ohne lästiges Eintippen.
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Private Profile
In aktuellen Android-Systemen findest Du auf den meisten Systemen jetzt das sogenannte „Vertrauliche Profil”. Manchmal wird es auch als „Privater Bereich” bezeichnet. Zu finden ist es in den Einstellungen unter „Sicherheit & Datenschutz”. Dort kannst Du eine Art Container erstellen, der passwortgesichert ist. In diesem Container legst Du dann wichtige Apps ab – etwa finanziell relevante Anwendungen.
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Sobald der Container gesperrt ist, sind alle Apps, die sich darin befinden, nicht mehr auf dem Homescreen auffindbar. Andere Personen können also ohne Kenntnis des Passworts keinen Zugriff darauf bekommen. Dies kannst Du auch etwas zweckentfremden: Denkbar wäre es, einen App-Bereich für berufliche und einen Bereich für private Anwendungen zu erstellen.
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Besser diktieren und schreiben – auch mit KI
Manchmal möchtest Du gerne etwas schreiben oder notieren, aber Deine Hände haben gerade andere Dinge zu tun. Besser geht es in diesen Fällen mit dem Mikrofonsymbol auf der virtuellen Smartphone-Tastatur. Die Spracherkennung ist inzwischen sehr gut, Satzzeichen wie Punkte oder ein Komma werden durch grammatikalische Kenntnisse automatisch gesetzt. Falls es nicht klappt, hilfst Du einfach selbst beim Sprechen nach.
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Inzwischen kann die KI Dich auch unterstützen, den Tonfall der Nachricht anzupassen. Du sprichst die Nachricht ein und sagst im Anschluss, ob diese Nachricht eher professionell oder locker neu formuliert werden soll. Auch hastig gesprochene Notizen, die Du an Arbeitskollegen weiterleiten möchtest, bekommen so einen professionellen Touch. Damit das funktioniert, tippst Du einmal auf KI-Symbol auf der Tastatur, um die Schreibtools zu öffnen.
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QR-Code-Scan ohne App
Scanner-Apps sind inzwischen längst nicht mehr relevant. Du kannst einfach die Kamera Deines Smartphones öffnen und sie auf einen QR-Code richten. Danach tippst Du auf dem Display auf den zu öffnenden Link. Geht das nicht, solltest Du in den Einstellungen Deines Smartphones nach Optionen wie „Scannen via Kamera” suchen. Das geht inzwischen auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen.
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Ebenfalls nützlich: Wenn Du irgendwo ein Bild eines QR-Codes machst, kannst Du ihn auch in Deiner Galerie scannen. In den Quick Settings von Android gibt es dafür „QR-Code scannen”. Damit kannst Du einen QR-Code scannen, der nur auf einem Bild gespeichert ist und damit eigentlich für Deine Kamera unsichtbar wäre.
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Webseitenanalyse via KI
Manche Artikel können sehr lang sein, und vielleicht hast Du einfach nicht genug Zeit. Du kannst es dir leichter machen, indem Du einfach eine KI alles zusammenfassen lässt. Hast Du in Googles Chrome-Browser eine Webseite geöffnet, hältst Du die Power-Taste an der Seite des Smartphones gedrückt. Alternativ geht es auch über das Gemini-Symbol in der Adressleiste. Danach wirst Du einige Optionen angezeigt bekommen.
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Tippe auf “Seite zusammenfassen”, um innerhalb einer kurzen Zeit eine Zusammenfassung aller Inhalte zu bekommen. Aus einem Zeitaufwand von 10 Minuten werden so vielleicht 30 Sekunden. Machst Du das mit allen Webseiten und Artikeln, sparst Du eine große Menge Zeit pro Jahr. Es kann sein, dass diese Funktion bei Dir (noch) nicht zur Verfügung steht, da meistens eher die moderneren Geräte und Softwareversionen mit Updates dieser Art versorgt werden.
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KI schützt dein Handy vor Diebstahl
Auf sehr modernen Geräten findest Du in den Einstellungen eine neue Funktion für einen besseren Diebstahlschutz. Dazu gehst Du auf „Sicherheit & Datenschutz” und dann „Diebstahlschutz”. Abhängig vom Hersteller des Smartphones kann es sein, dass sich diese Funktion vielleicht woanders befindet – in diesem Fall solltest Du einfach die Suche benutzen.
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Sobald Du die diese Funktion aktivierst, erkennt Dein Handy bestimmte Bewegungsmuster automatisch. Beispielsweise, wenn Dir jemand im Vorbeigehen das Smartphone aus der Hand reißt. Dies hinterlässt ein typisches Bewegungsmuster, welches Android erkennt. Der Bildschirm wird daraufhin sofort gesperrt. Der Zugriff auf Deine Daten und Apps ist daher nicht mehr möglich. Das Gerät kann zwar für seinen Warenwert verkauft werden, aber Deine Daten bleiben bei Dir.
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Besseres Multitasking
Auf manchen Geräten kannst Du leicht mehrere Apps nutzen. Dazu wischst Du von unten nach oben und hältst den Finger gedrückt. Danach tippst Du auf das App-Symbol, wo Du dann eine Option wie „Geteilter Bildschirm” oder „Splitscreen” sehen solltest. Gibt es diese Option bei Dir nicht, ist sie für Dein Handy noch nicht verfügbar.
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Der Vorteil daran ist, dass Du dann beispielsweise auf der unteren Hälfte einen Webbrowser hast und lesen kannst und oben, in einem gesonderten Fenster, einen Musikplayer oder ähnliche Apps steuerst.