Spionage auf WhatsApp: Täter entlarven
Spionage auf WhatsApp? So enttarnst Du die Täter
Zu glauben, dass jemand die eigenen Chats mitliest, ist ein unangenehmes Gefühl. Wir klären über den Datenschutz bei WhatsApp auf und zeigen Dir, wie sicher Du wirklich bist.
Wenn Du WhatsApp nutzt, solltest Du Dir auch über Fragen wie den Datenschutz oder Verschlüsselung Gedanken machen. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass neugierige Menschen Deine Chats mitlesen.
Wie kann eine Überwachung auf WhatsApp eigentlich funktionieren?
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1. Methode: Einsatz von Überwachungs-Apps
Mit Spionage-Apps wie mSpy lassen sich Smartphones inklusive WhatsApp auslesen. Dafür ist zumeist ein direkter Zugriff auf das Gerät erforderlich und damit ein physischer Zugang zum Smartphone.
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2. Methode: Einsatz von Malware
Mit Malware manipulierte Links können das Smartphone ebenfalls kompromittieren.
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3. Methode: Zugriff über WhatsApp Web
Per WhatsApp Web ist der Zugang zu den Chats über den Browser möglich. Erforderlich ist dafür ein kurzer Zugriff auf dein Smartphone und das Scannen eines QR-Codes.
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4. Methode: Zugriff auf Chat-Backups
Zugang zu den Chats ist auch über Backups möglich, die in Google Drive oder der iCloud gespeichert sind.
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5. Methode: SIM-Swapping
Bei dieser Methode bringt der Angreifer Deinen Mobilfunkprovider dazu, Deine Rufnummer auf eine andere SIM-Karte zu übertragen.
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6. Methode: Manipulation von Gerätekennungen
Eine Manipulation der MAC-Adresse ist ebenfalls möglich, kommt aber selten vor.
So erkennst Du, wer Deine Chats mitliest
Über WhatsApp Web lassen sich Nachrichten mitlesen, auch wenn die beteiligten Geräte nicht im gleichen Netzwerk sind. Trotz der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Jahr 2016 solltest Du daher regelmäßig die mit Deinem Konto verknüpften Geräte überprüfen. Diese findest Du in den Einstellungen Deines Smartphones.
Was soll ich bei fremden Geräten tun?
Du musst nur Deinen Finger auf das Gerät gedrückt halten, das Du entfernen möchtest. Danach kannst Du den Vorgang über die Schaltfläche “Abmelden” abschließen.
So gelingt der Schutz vor unbefugten Zugriffen
Lasse Dein Handy nie unbeaufsichtigt. Denn nur, wenn jemand auf Deinem Gerät einen QR-Code scannt, ist der Zugriff über WhatsApp Web möglich. Am besten aktivierst Du gleich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Du in den Einstellungen unter “Account” findest.
Folgende zusätzliche Methoden helfen Dir dabei, Dein Konto bei WhatsApp zu schützen:
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Lasse Dein Smartphone nicht unbeaufsichtigt
Für die Verknüpfung mit WhatsApp Web oder das Installieren von Spionage-Apps reichen wenige Minuten. Lasse Dein Gerät also nie unbeaufsichtigt.
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Sperre dein Gerät
Ein starkes Passwort, biometrische Verfahren (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) oder eine PIN helfen dabei, Dein Gerät zu schützen.
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Sei vorsichtig bei Links und Dateianhängen
Aus unbekannten Quellen stammende Links oder Dateien solltest Du niemals öffnen. Darin könnte Schadsoftware versteckt sein.
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Aktualisiere Deine Apps regelmäßig
Das Betriebssystem und WhatsApp sollten immer auf dem aktuellen Stand sein, damit sich keine Schwachstellen ergeben.
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Ignoriere Kettenbriefe
Kettennachrichten solltest Du ignorieren, weil sie häufig Phishing-Angriffe einleiten.
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Nutze Antiviren-Software
Eine Antiviren-Software gehört auf jedes Smartphone. Damit kannst Du Viren und Trojaner ebenso frühzeitig entdecken wie verdächtige Aktivitäten.
Was ist vom Datenschutz und der Verschlüsselung bei WhatsApp zu halten?
WhatsApp behauptet, den gesamten Nachrichtenaustausch per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu schützen. Das soll sogar für das Versenden von Bildern oder für Zahlungen gelten. Risiken bestehen aber weiterhin. Gerade bei Gruppenchats ist eine Verschlüsselung schwierig umzusetzen, weil viele Geräte beteiligt sind. Möglich ist auch, dass der Admin Mitglieder hinzufügt und diesen Deine Nummer zugänglich macht, auch wenn Du diese Personen gar nicht kennst.
Zudem ist die Verschlüsselung bei Backups standardmäßig nicht aktiviert. In den Einstellungen kannst Du das unter “Chats” und “Chat-Backup” nachholen und hier ein Passwort vergeben.
Beachte auch, dass Behörden und Regierungen versuchen könnten, auf Deine Daten von WhatsApp zuzugreifen. Dazu gehören auch die besonders sensiblen Chats. Immer wieder wird gefordert, einen Generalschlüssel zur Verfügung zu stellen oder die Vorratsdatenspeicherung auszuweiten. Datenschützer schlagen daher Alarm. Gehe dennoch davon aus, dass Deine Nachrichten aktuell verschlüsselt sind und Unbefugte daher nicht so leicht Zugang dazu erhalten sollten.