So verbessert Google den Diebstahlschutz
So verbessert Google den Diebstahlschutz Deines Android-Smartphones
Von folgenden neuen Optimierungen in Sachen Diebstahlschutz profitieren Android-Nutzer – und diese Schutzmechanismen bietet Googles Betriebssystem zusätzlich.
Google verbessert den Diebstahlschutz von Android mit neuen Funktionen: „Remote Lock“ erlaubt das Sperren per Website ohne Vorbereitung, optional mit Sicherheitsfrage. Der „Failed Authentication Lock“ greift nun schon nach 7 Fehlversuchen in 15 Minuten. Auch fehlgeschlagene Logins in Apps können das Gerät sperren. Ergänzend schützen Features wie KI-basiertes Theft Detection Lock, Identity Check und Offline Device Lock vor unbefugtem Zugriff.
So verbessert Google den Diebstahlschutz Deines Android-Smartphones
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Google optimiert Remote Lock
Android-Smartphones lassen sich aus der Ferne sperren. Google nennt das entsprechende Feature Remote Lock. Dieses funktioniert auf Geräten ab Android 10. So kannst Du Langfinger, die Dein Handy gestohlen haben, effektiv aussperren.
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Für ähnliche Funktionen müssen Nutzer im Vorfeld teilweise umfangreiche Vorbereitungen treffen. Hier ist das jedoch nicht erforderlich. Allerdings sollte die Funktion „Sperren per Fernzugriff“ auf Deinem Gerät eingeschaltet sein. Aber wie funktioniert Remote Lock genau?
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Rufe auf einem mit dem Internet verbundenen Computer die Website „android.com/lock“ auf. Hier musst Du die Telefonnummer des zu sperrenden Gerätes eingeben. Remote Lock sperrt nun das Gerät, bis die gewohnte Authentifizierung via PIN und Co. erfolgt, falls es online ist. Sollte es offline sein, erfolgt die Sperrung, wenn es wieder mit dem Internet verbunden ist.
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Um zu verhindern, dass Unbefugte Dein Handy sperren, kannst Du bei den Einstellungen jetzt auch eine Sicherheitsfrage mit passender Antwort hinterlegen. Wer diese falsch beantwortet, kann keine Fernsperrung vornehmen.
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Failed Authentication Lock wird strenger
Android sperrt Geräte, wenn Versuche zur Authentifizierung mehrfach hintereinander fehlschlagen. Dabei kann es sich etwa um falsche Muster-, Passwort- oder PIN-Eingaben handeln. Diesen sogenannten Failed Authentication Lock bietet Android bereits länger.
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Bisher erfolgte die Sperrung des jeweiligen Gerätes allerdings erst nach 36 falschen Eingaben. Das bot Smartphonedieben einige Möglichkeiten, um einen Glückstreffer zu landen. Nun wird Google jedoch strenger – macht aber eine Ausnahme.
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Jetzt erfolgt die Sperrung nämlich bereits, wenn jemand binnen 15 Minuten sieben Mal PIN, Passwort oder Muster falsch eintippt. Allerdings berücksichtigt das Betriebssystem identische Eingaben nicht mehr für dieses Limit. Die Optimierung bietet Google Nutzern ab Android 16.
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Google hat auch andere Apps im Blick
In einigen Fällen ist ein Dieb erst einmal gar nicht auf Muster, Passwort oder PIN angewiesen. Das ist etwa der Fall, wenn jemand Dir Dein bereits entsperrtes Smartphone stibitzt. Auch hier intensiviert Google das Schutzniveau, wie etwa der Google Watch Blog berichtet.
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Die Androidmacher richten ihr Augenmerk nämlich zudem auf Authentifizierungen, die innerhalb von anderen Apps stattfinden. Scheitern diese zu oft, sperrt das Betriebssystem automatisch den Bildschirm. Für Dich dürfte das kein Problem darstellen, da Du Dein Smartphone im Handumdrehen wieder entsperren kannst. Doch Langfinger dürften daran scheitern.
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Welche Schutzmechanismen gegen Diebstahl Android sonst noch bietet
Failed Authentication Lock, Remote Lock und automatisierte Displaysperrungen bei zu häufigen Authentifizierungsfehlern sind längst nicht alles, was Android zum Schutz Deines Smartphones bietet. Ein weiteres Beispiel ist Theft Detection Lock.
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Hierbei handelt es sich um ein seit Oktober 2024 verfügbares und auf künstlicher Intelligenz basierendes Feature. Dieses soll sich automatisch einschalten, falls Dir jemand Dein Smartphone entreißt und versucht, mit diesem zu entkommen. Ist das der Fall, sperrt Theft Detection Lock Dein Gerät, sodass Diebe keinen Zugang zu sensiblen Informationen erhalten.
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Darüber hinaus bietet Android weitere Sicherheitsfunktionen wie Identity Check und Offline Device Lock. Deren Ausgestaltung kann sich zwar je nach Land unterscheiden. Identity Check erzwingt aber unter bestimmten Bedingungen eine biometrische Authentifizierung. Offline Device Lock kann hingegen ein gestohlenes Android-Gerät automatisch sperren, falls die Internetverbindung länger unterbrochen ist. Das ist sinnvoll, da einige Diebe durch diesen Trick gezielt eine Sperrung via Remote Lock blockieren.