Besser den Stecker ziehen: Bloßes Ausschalten birgt Brandrisiko
Besser den Stecker ziehen: Bloßes Ausschalten birgt Brandrisiko
Ist ein elektrisches Gerät ausgeschaltet, vermutet niemand etwas Böses. Doch Kriechströme können auch bei Geräten, die gerade nicht genutzt werden, zur Gefahr werden.
Ein elektrisches Gerät im ausgeschalteten Zustand wirkt harmlos. Kein Lämpchen blinkt, kein Display leuchtet. Dennoch bedeutet das nicht, dass alles sicher ist, denn die inneren Bauteile im Gerät stehen immer noch unter Spannung. Netzteile, Schalter und Leiterbahnen werden von winzig kleinen Strömen, sogenannten Kriechströmen, durchflossen. Eine vollständige Trennung vom Netz wird durch das bloße Ausschalten nicht erreicht.
Im besten Fall passiert dennoch nichts und es kommt zu keinem Brand. Doch das Risiko wird im Laufe der Zeit und bedingt durch die Alterung von Gerät und Bauteilen größer. Staub kann das Brandrisiko erhöhen, ebenso können Kontakte locker oder spröde werden. Handelt es sich dann noch um ein Gerät, in dem keine Schutzmechanismen verbaut sind, kann ein Schwelbrand drohen. Der Dauerzustand wird zu einem Defekt, der nach und nach immer größer wird – bis von diesem ein Brand ausgeht.
Der entscheidende Unterschied liegt in der verbauten Technik: Importgeräte aus Billiglohnländern haben häufig keine Komponenten, die mit GS- oder VDE-Siegel versehen sind. Sicherheit und Belastbarkeit werden daher vorab nicht geprüft und es ist möglich, dass diese mehr schlecht als recht sind. Unter Umständen wird sogar das Laden eines Akkus zum Problem, denn er kann überhitzen oder durch einen Defekt brennen.
Es gibt daher eine wichtige Regel, mit der sich solche Brandrisiken minimieren lassen: Ziehe einfach immer den Stecker, wenn du das Gerät nicht benutzt. Damit trennst du es sicher vom Netz. Allerdings ist das im Alltag mitunter wenig praktikabel, zumal viele Geräte so platziert sind, dass ein Erreichen der Steckdose ohne großen Aufwand kaum möglich ist. Es gibt daher noch weitere Möglichkeiten, wie das Gerät komplett vom Stromnetz genommen werden kann. Wir zeigen dir hier Alternativen auf und nennen dabei Marken, die beispielhaft für Hersteller stehen, bei denen der Aspekt der Sicherheit vollumfänglich berücksichtigt wird.
Die typischen Küchengeräte absichern

Geprüfte Technik, eine Abschaltautomatik und eine Zentrierfunktion finden sich bei Billiggeräten eher nicht. Bei Markenware wie der von Philips hingegen schon – mit entsprechend ausgestatteten Geräten lebst du daher sicherer. Dies gilt vor allem für Geräte, die eher nebenbei benutzt werden. Ein Beispiel dafür ist der Toaster. In seinem Inneren sammeln sich mit jeder Benutzung mehr Krümel an, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Hitze staut. Bei einem klemmenden Mechanismus, durch den sich das Gerät nicht richtig ausschalten lässt, kann das fatal enden. Günstige Geräte schalten sich nicht oder nur unvollständig ab, eine gefährliche Dauerhitze entsteht. Am sichersten ist es daher, den Stecker nach jeder Benutzung zu ziehen. Doch diese Idealmaßnahme ist nicht praktikabel. Es ist daher besser, direkt auf hochwertige Technik von Bosch oder Siemens zu setzen, die über eine bessere Abschirmung der Hitze, über eine zuverlässige Schaltmechanik und über eine Abschaltautomatik bei einer Verklemmung verfügt.
Ähnliches gilt für Wasserkocher, die bei Markengeräten eine präzise Abschaltautomatik bei Erreichen des Siedepunktes und bei Trockengehen nutzen können. Sie haben zudem ein Edelstahl-Gehäuse, damit sie bei hoher Hitze nicht schmelzen und verfügen über eine 360-Grad-Pirouettenbasis, die wiederum mit Sicherheitskontakten ausgestattet ist.
Du willst diese Geräte nicht neu kaufen und dennoch die größtmögliche Sicherheit erreichen? Dann nutze eine Steckdosenleiste, die einen Schalter zur Abschaltung aller eingesteckten Stecker hat. Nur ein Tastendruck und du trennst direkt alle Geräte vom Netz.
Geräte mit hohem Stromverbrauch sicherer machen

Ob im Winter der Heizlüfter oder im Sommer das Klimagerät: Diese Geräte gehören zu denjenigen, die scheinbar dauerhaft in Betrieb sind und die wir alle gern vergessen. Doch die Dauerbelastung bedeutet auch eine hohe Belastung für die verbauten Komponenten. Sind Schaltkreise und Kippschutz nicht vorhanden oder defekt, droht ein Gerätebrand. Das ist vor allem bei günstigen Modellen zu befürchten, denn sie entwickeln noch schneller Schwachstellen. Spröder Kunststoff, der zu Verformungen führt oder schmilzt, überhitzte Kontakte und alternde oder gebrochene Kabel sind nur wenige Beispiele für typische Sicherheitsrisiken. Auch hier gilt: Nimm die Geräte einfach vom Netz. Besser ist es jedoch, auf Modelle von namhaften Herstellern wie De’Longhi oder Rowenta zu setzen, denn sie besitzen integrierte Schutzmechanismen. Dazu gehören unter anderem Kippschutz-Sensoren, eine stabile Innenverkabelung und ein Überhitzungsschutz. Eine hochwertige Steckdosenleiste bietet zusätzlichen Schutz, der zudem ohne große Umstände für mehr Sicherheit sorgt.
Smartphones und E-Bikes als unterschätzte Risiken

Wenn du überlegst, welche Geräte in deinem Haushalt das Brandrisiko erhöhen, denkst du dann auch an die Akku-Ladegeräte? Meist wohl nicht, doch damit bist du in guter Gesellschaft. Kaum jemand beachtet die leistungsstarken Geräte, die in der Regel zuverlässig ihren Dienst verrichten. Sie stecken meist 24/7 in der Steckdose und das sogar, wenn gerade kein Gerät geladen wird. Auch hier liegt der Unterschied in den verbauten Komponenten. Ein Billigladegerät verfügt meist nicht über eine saubere Ladeelektronik, denn diese erhöht die Produktionskosten. Gleichzeitig würde sie das Risiko eines Brandes aber verringern. Ein Ladegerät, das nicht korrekt funktioniert, kann zu einem überhitzten Akku führen. Außerdem altern die gesamten Bauteile schneller, Ladezustände sind instabil. Handelt es sich dann noch um einen großen Akku wie bei dem, der zu einem E-Bike gehört, wird das Risiko potenziert. Die gespeicherte Energie kann binnen kürzester Zeit freigesetzt werden und zu schweren Bränden führen. Diese wiederum lassen sich nicht einfach so löschen. Netzteile sollten nach dem Laden daher direkt ausgesteckt werden, was vor allem nachts gilt. Doch aus Bequemlichkeit belassen die meisten Nutzer diese Geräte in der Steckdose. Es ist somit empfehlenswert, nur wertige und geprüfte Ladegeräte zu nutzen und zudem das Originalzubehör der Hersteller zu verwenden. Alternativen sollten zertifiziert sein, die Firma Anker ist dafür ein gutes Beispiel. Zusatztipp: Wenn du einen großen Akku in der Wohnung laden möchtest, nutze eine Akku-Ladetasche. Zudem solltest du einen speziellen Feuerlöscher für Lithium-Batterien griffbereit haben, sollte doch einmal ein Defekt zu einem Brand führen.
Wir stellen vor: Die Steckdosenleiste als Alltagsheld

Viele Menschen unterschätzen sowohl Brandrisiko als auch Nutzen einer hochwertigen Steckdosenleiste. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, ist auch nicht da. Doch das ist ein Fehler, denn diese Geräte verschwinden häufig unter oder hinter Möbeln und verrichten dort ungesehen ihren Dienst. Dabei können sie andere Geräte davor bewahren, durch Defekte große Schäden anzurichten. Gleichzeitig stellen Billigmodelle ein hohes Sicherheitsrisiko dar, denn dünne Leitungen und schlechte Kontakte führen zu Übergangswiderständen, die sich als gefährlich erweisen können. Unbemerkt kann ein Brand entstehen, wenn die minderwertigen Kontakte heiß werden und gleichzeitig kein Hitzeschutz vorhanden ist. Alte oder besonders billige Steckdosenleisten solltest du daher besser austauschen. Markenhersteller wie Brennenstuhl hingegen bieten einen Überspannungsschutz, eine stabile Verkabelung im Inneren sowie beleuchtete Schalter, mit denen sich die eingesteckten Geräte komplett vom Netz trennen lassen. Du klickst nur auf den Schalter und schon lebst du sicherer.
So erkennst du sichere Geräte
Wenn du ein neues elektrisches Gerät kaufst, achte auf diese Merkmale:
- Prüfung der Sicherheit durch externe Stellen – vorhandenes GS-Siegel
- Vorhandensein des VDE-Zeichens
- Selbstauskunft durch CE-Kennzeichnung (kein echtes Qualitätssiegel)
- Verwendung hochwertiger Materialien, die schwer entflammbar sind
- kein auffällig günstiger Kaufpreis
Fazit: Geringeres Brandrisiko durch korrektes Ausschalten
Du willst sicherer leben? Dann fang bei dir zu Hause an und achte vor allem auf die elektrischen Geräte. Nicht auf die, die einen offensichtlichen Defekt haben, sondern eher auf solche, die täglich im Einsatz sind und dauerhaft an der Steckdose hängen. Toaster, Wasserkocher, Klimagerät und Akku-Ladegerät stehen im Fokus, wenn es um Haushaltsgeräte mit erhöhter Brandgefahr geht. Ziehe im Zweifel einfach den Stecker, um das Gerät vom Netz zu trennen. Alternativ kannst du eine hochwertige Steckdosenleiste verwenden, mit der du durch einen einfachen Druck auf den Schalter alle eingesteckten Geräte vom Netz trennst. Achte beim Kauf der Steckdosenleiste auf ihre Qualität und setze auch hier auf Markenhersteller.