Warum Luc Donckerwolke diesen Porsche verkauft hat
Der ehemalige Lamborghini-Designer Luc Donckerwolke ließ seinen Porsche 914 GT bei Ruf optimieren. Doch nun hat er ihn verkauft.
Ein Porsche 914 GT, von Ruf optimiert und aus dem Besitz des ehemaligen Lamborghini-Designers Luc Donckerwolke, wurde bei Bring a Trailer verkauft.
Laut der originalen Rechnung vom 28. Mai 1975 handelt es sich um einen GT mit dem Porsche-Code M471, also einen Werksumbau, in der Farbe Grandprixweiß (L908). Zum GT-Umbau gehören breitere Kotflügel, eine verstärkte Karosserie und breitere Fuchs-Felgen. Motor und Getriebe tragen laut Verkäufer die selben Nummern wie bei der Auslieferung, es handelt sich also um ein Auto mit Matching Numbers.
Das hat Ruf am 914 GT des Designers gemacht
Donckerwolke hat das Auto in gutem Zustand gekauft und anschließend bei Porsche-Spezialist Ruf in Pfaffenhausen nach seinen Wünschen umbauen lassen. An dem Umbau waren bekannte Namen beteiligt: Stefan Roser, der Fahrer der legendären Nordschleifenrunde in einem Ruf Yellowbird, betreute das Projekt. Den Motor baute Helmut Pietsch, ehemaliger Motorenchef in der Kundensportabteilung von Porsche.
Eine Hubraumerweiterung auf 2,4 Liter und Doppelzündung steigern die Leistung des luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotors auf 190 PS – die Leistung des Porsche 916.
Eine Bosch Transistorzündung aus dem NSU Ro 80 stellt sicher, dass der Motor auch bei hohen Drehzahlen zuverlässig läuft. Ein Ölkühlersystem wie im Monte Carlo 914/6 stellt sicher, dass der Mittelmotor thermisch gesund ist. An der Hinterachse ist ein Differenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung installiert.
Die Bremssättel stammen vom Porsche 917/RSR. Abweichend zum Serien-914, der die Handbremse zwischen Fahrersitz und Schweller hat, wurde beim Donckerwolke-914 die Handbremse mittig montiert. Für die Sicherheit ist ein historisch korrekter Heigo-Überrollkäfig montiert.
Das hat Donckerwolke für den Umbau bezahlt
Um Gewicht zu sparen, sind die Hauben an Front und Heck aus mit extrem leichtem Balsaholz verstärktem Fiberglas gefertigt. Auch die Stoßfänger und die Motorklappe bestehen aus diesem Material. Insgesamt füllen die Umbauten eine 16 Seiten lange Rechnung, an deren Ende eine Summe von 168.320 Euro steht.
Doch warum trennte sich der Designer von seinem aufwendig umgebauten und seltenen Porsche? Er hatte vor, eine Oldtimer-Rallye mit dem 914 zu fahren. Doch das Auto wurde nicht rechtzeitig fertig und der Terminplan ließ keine Alternativen zu. Also trennte sich Donckerwolke von dem Einzelstück.
Das Auto erzielte einen Preis von 225.000 Euro.
