In welchem Land zahlen Camper die höchste Maut?
Welche Länder haben die höchsten Mautgebühren für Wohnmobile unter und über 3,5 Tonnen? Ein Blick auf die teuersten Strecken.
Für Camper und Wohnmobilisten gehört die Maut zu den unvermeidlichen Kosten auf Reisen durch Europa. Doch wo fallen die höchsten Gebühren an? Besonders in Ländern wie Dänemark, Norwegen und Schweden müssen Reisemobilisten tief in die Tasche greifen. Aber auch in Österreich ist die Maut nicht zu unterschätzen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die teuersten Mautstrecken und erklärt, warum die Gebührensysteme so unterschiedlich ausfallen.
Mautgebühren für Wohnmobile unter 3,5 Tonnen Maximalgewicht
Die Länder mit den höchsten Mautgebühren für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht (zGG)
- Die höchsten Mautgebühren für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen finden sich aktuell in der Schweiz und in Frankreich. Die Schweiz erhebt eine jährliche Vignettengebühr von CHF 100, während Frankreich auf den Autobahnen eine durchschnittliche Maut von 0,25 € pro Kilometer verlangt. Diese Maut gilt auch für Pkw
- Dänemark: Hier fällt für Reisemobile ab 6 Metern Länge eine Maut von bis zu 216 Euro für die Öresundbrücke und bis zu 130 Euro für die Storebæltbrücke an. Dies sind einige der teuersten Mautgebühren in Europa für Fahrzeuge dieser Kategorie.
- Norwegen: Norwegen erhebt hohe Mautgebühren für Reisemobile über 3,5 t zGG. Die Maut erfolgt größtenteils elektronisch und wird über ein AutoPASS-System abgerechnet, wobei die Gebühr je nach gefahrenem Abschnitt variieren kann.
- Schweden: In Schweden wird die Öresundbrücke für Reisemobile mit einer Länge von mehr als 10 Metern mit bis zu 216 Euro belegt. Mautgebühren gelten auch auf mehreren Brücken und im Zusammenhang mit City-Mauten in Städten wie Göteborg und Stockholm. Die City-Mauten betreffen alle Fahrzeuge.
Mautgebühren für Wohnmobile über 3,5 Tonnen Maximalgewicht
Die höchsten Mautgebühren für Wohnmobile über 3,5 Tonnen zGG finden sich in einigen europäischen Ländern, die besonders anspruchsvolle Gebührenstrukturen haben.
- In Norwegen etwa müssen Fahrzeuge dieser Gewichtsklasse über das AutoPASS-System für jede mautpflichtige Strecke elektronisch abgerechnet werden. Zusätzlich wird hier die Maut häufig auf Brücken, Tunnel und Stadtgebühren (z. B. in Oslo) angewendet, was insbesondere für Camper eine hohe Belastung darstellen kann.
- Ähnlich in Dänemark, wo besonders die Brücken über den Storebælt und den Öresund eine beachtliche Mautgebühr von bis zu 216 Euro für Reisemobile über 6 Meter Länge verursachen können.
- Österreich hat für alle Reisemobile über 3,5 t zGG die Go-Maut eingeführt, die strecken- und emissionsklassenabhängig berechnet wird. Abhängig vom Fahrzeugtyp und der zurückgelegten Strecke können hier ebenfalls hohe Gebühren anfallen, insbesondere auf den Alpenpässen und einigen Schnellstraßen.
- Weitere Länder, in denen ebenfalls hohe Gebühren anfallen, sind Schweden und Italien, in denen die Maut an Gewicht, Achszahl und Fahrzeughöhe gebunden ist, was für größere Wohnmobile eine nicht unerhebliche Kostenfalle darstellen kann.
Gebührensysteme für Camper: Ein Überblick
In Europa variieren die Gebührensysteme für Wohnmobilfahrer erheblich, je nach Land und Infrastruktur. Einige Länder setzen auf eine klassische Mautgebühr, die entweder als einmalige Zahlung an bestimmten Mautstationen oder auf bestimmten Strecken fällig wird. Andere Länder, wie etwa die Schweiz oder Österreich, verlangen eine Jahresvignette, die eine unbegrenzte Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen ermöglicht.
Zusätzlich gibt es auch streckenabhängige Mautsysteme, bei denen die Höhe der Gebühr vom Fahrzeugtyp und der zurückgelegten Strecke abhängt. Moderne elektronische Mautsysteme, wie sie in Frankreich oder Italien verwendet werden, erfassen die Fahrzeugdaten automatisch und sorgen für eine schnelle und effiziente Abrechnung. Diese flexiblen Modelle ermöglichen es den Campern, je nach Bedarf zu zahlen, können aber auch zu unvorhergesehenen Zusatzkosten führen, wenn etwa Tunnels oder Brücken mit höheren Tarifen befahren werden. Hier gibt's alle Infos zu Maut und Bezahlsystemen für Camper.
