Fährt mit 5,2 Liter, doch der Eco-Assist irritiert
5,2 l/100 km auf einer fest definierten Eco-Runde – so sparsam zeigt sich der VW T-Roc 1.5 eTSI trotz Benzinmotor. Ausgerechnet die Eco-Assistenz, die beim Sparen helfen soll, kann sich im Stadtverkehr aber widersprüchlich anfühlen.
Im T-Roc 1.5 eTSI arbeitet ein 48-Volt-Mildhybrid, der den Verbrenner unterstützt. Dazu kommt Segeln, bei dem der Turbobenziner zeitweise komplett abschaltet. So rollt der T-Roc im Alltag auffällig oft ohne Motorschub.
Der niedrige Verbrauch entsteht nicht durch einen großen Akku wie beim Plug-in-Hybrid, sondern durch konsequentes Abschalten und Rollen. Für einen Kompakt-SUV liegt das Ergebnis auf Kleinwagen-Niveau.
Auf Pendelstrecken spielt das Konzept seine Stärken aus, verlangt aber, dass der stete Wechsel zwischen Schub und Segeln als stimmig empfunden wird.
Eco-Assist mit Eigenheiten
Die Eco-Assistenz greift aktiv ein und wechselt häufig zwischen Antrieb und Freilauf. Dabei verzögert der T-Roc rekuperierend, was nicht immer vorhersehbar wirkt.
Mal bremst er sich spürbar an den Vordermann heran, mal muss man doch selbst kräftiger zupacken. Im dichten Verkehr kann dieses "mal so, mal so" mehr Aufmerksamkeit verlangen, als man von Assistenz erwartet.
So wird der Eco-Assist zur Geschmackssache, obwohl er den Verbrauch senkt. In der Stadt fallen die Eingriffe stärker auf als bei konstanter Fahrt über Land. Probefahren zeigt, ob das System zum eigenen Stil passt.
Bremspedalgefühl als Knackpunkt
Wenn Rekuperation und klassische Bremse zusammenarbeiten, entscheidet das Pedalgefühl. Im T-Roc wirkt es indifferent: mal packt es kräftiger zu, mal schwächer.
Spürbare Übergänge erschweren die feine Dosierung im Stadtverkehr. Ohne reproduzierbare Reaktion auf denselben Druck wirkt die Effizienzstrategie nervös.
Gerade im Stop-and-go zählt Konstanz. Das steht in keinem Datenblatt, deshalb ist die Probefahrt im Stadtverkehr Pflicht.
Fahrwerk stark, Leistung ausreichend
Während der Antrieb polarisiert, überzeugt das Fahrwerk. Der T-Roc liegt satt, lenkt präzise und schafft ohne adaptive Dämpfer den Spagat aus Komfort und Stabilität.
Das zeigt, wie gut das Grund-Setup abgestimmt ist. Viele vermissen die Adaptivdämpfer nicht, weil Lenkung und Federung bereits Vertrauen geben.
Beim Vortrieb setzt der 116 PS starke eTSI Grenzen: alltagstauglich, unter Volllast oder mit Beladung angestrengt. Etwas über 1,4 Tonnen Leergewicht erklären die schmalen Reserven. Wer oft mit Familie und Gepäck fährt, sollte das gezielt testen.
Der VW T-Roc 1.5 eTSI verbindet sehr niedrigen Verbrauch dank 48-Volt-Mildhybrid und Segeln mit einem Antrieb, der nicht immer vorhersehbar wirkt. Die Hürde ist das Zusammenspiel aus Eco-Assist, Rekuperation und diffusem Bremspedalgefühl.
Den vollständigen Test lesen Sie hier.
