Worauf Familien bei der Wahl achten sollten
Der Skoda Kodiaq ist in Deutschland optional als Siebensitzer zu haben – der Superb Combi bleibt immer ein Fünfsitzer. Wer ein Familienauto sucht, sollte daher zuerst klären, ob die zwei Extrasitze wirklich gebraucht werden. Denn beim Platz-Angebot, beim Kofferraum und beim Budget trennen sich Kombi oder SUV deutlicher, als es auf den ersten Blick wirkt.
Der größte Unterschied ist simpel: Den Kodiaq können Sie mit dritter Sitzreihe bestellen, der Superb Combi nicht. Für Fahrten mit den Freunden der Kinder oder für die große Verwandtschaft kann das entscheidend sein.
Allerdings gilt: In vielen SUVs ist Reihe drei eher beengt und damit eher für Kinder gedacht.
Dazu kommt ein weiterer Effekt: Sobald alle sieben Sitze genutzt werden, schrumpft das Gepäckabteil spürbar. Für Urlaubsfahrten mit sieben Personen ist das meist der Engpass, nicht die Anzahl der Gurte.
Kofferraum und Alltagstransport
Als Fünfsitzer ist der Kodiaq ein Lade-Riese, das zeigen schon die Größenordnungen aus dem Datenmaterial. Beim Plug-in-Hybrid sind es 745 bis 1.945 Liter Kofferraumvolumen.
Der Superb Combi kontert mit Kombi-Logik: lang, niedrig und sehr gut zugänglich. Für die neue Generation werden 690 bis 1.920 Liter genannt, also fast auf Augenhöhe beim Maximalwert.
In der Praxis ist die Frage daher weniger "passt der Kinderwagen rein", sondern eher "wie oft brauche ich zusätzlich zwei Plätze". Wenn Sie fast immer mit viel Gepäck fahren, wirkt der Superb Combi Kofferraum als Fünfsitzer oft praktischer.
Budget und Zugfahrzeug
Beim Preis ist der Kodiaq als 7-Sitzer-SUV kein Schnäppchen mehr. Für die zweite Generation werden in der Basis 44.190 Euro fällig. Das Siebensitzer-Paket kostet 1.250 Euro.
Superb Combi startet bei 42.100 Euro. Das ist ein Abstand, der im Familienbudget spürbar sein kann – etwa in der Größenordnung eines gut ausgestatteten Kinderwagen-Sets plus Urlaubsreise.
Für die Einsätze als Zugfahrzeug sollte man auch die Anhängelast im Blick haben. Für den Kodiaq Plug-in-Hybrid nennt der ADAC 1.800 kg – das reicht typischerweise für einen großen Camping-Anhänger oder ein Boot auf Trailer, ohne dass man in die ganz schweren Klassen muss.
Einen umfassenden Vergleich der beiden Skoda-Modelle finden Sie hier.
