Produktionsstopp wegen fehlender Teile
Jaguar Land Rover (JLR) hat die Produktion der Modelle Range Rover und Range Rover Sport im britischen Werk Solihull vorübergehend ausgesetzt. Grund ist ein Engpass in der Teileversorgung bei einem Zulieferer.
Die Unterbrechung soll nach Unternehmensangaben etwa zwei Wochen dauern und fällt teilweise mit einer bereits geplanten Werksschließung über die Osterfeiertage zusammen. Mehreren Medienberichten zufolge soll die Produktion der betroffenen Modelle bis zum 8. April pausieren. Die Beschäftigten sollen währenddessen weiterhin regulär im Werk erscheinen. Ziel ist es offenbar, die Produktion schnell wieder hochfahren zu können, sobald die fehlenden Teile verfügbar sind.
Zulieferproblem als Auslöser
JLR bestätigte, dass ein Problem bei einem externen Zulieferer die Ursache ist. Details zu den betroffenen Komponenten oder zum konkreten Lieferanten nannte der Autobauer nicht. Daher ist auch unbekannt, ob der Produktionsstopp mit der Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Konflikts zusammenhängt. Teilemangel könnte nämlich der Autobranche insgesamt drohen, wenn der Konflikt andauert..
Ein JLR-Sprecher sagte gegenüber dem Magazin Automotive Logistics: "Aufgrund einer Herausforderung bei der Teileversorgung mit einem Zulieferer unterbrechen wir vorübergehend die Produktion bestimmter Fahrzeuglinien in unserem Werk in Solihull. Wir arbeiten eng mit diesem Zulieferer zusammen, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen und jegliche Auswirkungen auf unsere Kunden oder unsere Abläufe zu minimieren."
Zweite Störung innerhalb weniger Monate
Für JLR ist es bereits die zweite größere Produktionsunterbrechung innerhalb kurzer Zeit. Erst vor wenigen Monaten hatte ein Cyberangriff die Fertigung an mehreren Standorten massiv beeinträchtigt.
Damals mussten Werke in Großbritannien und anderen Ländern ihre Produktion zeitweise vollständig einstellen, da zentrale IT-Systeme ausfielen und selbst grundlegende Prozesse wie Teilelogistik und Produktionssteuerung nicht mehr funktionierten. Der Angriff legte Teile der globalen Lieferkette lahm und führte zu erheblichen Produktionsausfällen sowie finanziellen Einbußen.
