Der 26.000-Euro-Stromer greift an
Mit Frontantrieb, tiefergelegtem Sportfahrwerk und bis zu 226 PS will der Raval E-Mobilität spürbar emotionaler machen.
Der Volkswagen Konzern hat seine Elektroplattform (MEB) weiterentwickelt und nennt sie jetzt MEB+. Das erste Auto auf dieser neuen Plattform kommt jedoch nicht aus Wolfsburg, sondern Spanien und heißt Cupra Raval.
Endlich kommen sie, die schon lange geforderten bezahlbaren Elektroautos. Der Cupra Raval feiert dabei als Erster seinen Auftakt im Konzern. Auf 4,05 m erstreckt sich der elektrische Kleinwagen, der sich von ihnen überraschend geräumig zeigt. Das gelingt, da auf der neuen Plattform die Antriebsachse von hinten an die Front gewandert ist. Ganz so, wie wir es bisher auch von den Verbrenner-Modellen kannten.
Ecken und Kanten für den sportlichen Look
Da Cupra selbst gerne als sportlich und rebellisch wahrgenommen werden möchte, wurde der Raval entsprechend designt. Ausgeprägte Powerdomes auf der Motorhaube, eine breite Kühleröffnung, hinter der sich eine bei Bedarf öffnende Klappe befindet, und seitlich Aircurtains sollen die sportliche DNA widerspiegeln. Die Scheinwerfer im Dreieckdesign sind auf Wunsch als Matrix-LEDs erhältlich. Dann in Verbindung mit einem beleuchteten Markenlogo.Im Profil setzt die spanische Marke auf versenkte Türgriffe und eine ausgeprägte Schulterpartie, durch die das Heck optisch an Breite gewinnt. Verstärkt wird dies zusätzlich durch eine durchgehende Leuchtleiste. Ein in der Mitte geteilter Spoiler verlängert leicht die Dachlinie und der Diffusor wurde optisch weit nach oben gezogen. Laut Cupra soll der neue Raval Ausstattungslinien unabhängig (Raval, Raval Plus, Endurance, VZ) immer so designt vorfahren.
Raumwunder Cupra Raval
Durch die neuen und deutlich kompakteren Antriebseinheit an der Front bietet der Kofferraum des Raval einen doppelten Ladeboden und somit 430 Liter Stauvolumen. Dank des Radstands von 2,60 m können selbst ausgewachsene Personen im Fond Platz nehmen. Auch wenn im hinteren Fahrzeugbereich noch einiges an Hartplastik zum Einsatz kommt, ist zumindest die Armauflage gepolstert. Anders geht es im vorderen Bereich zu, wo die Verarbeitung und die verwendeten Materialien deutlich hochwertiger erscheinen. Vor allem mit der Ambientebeleuchtung, die sich bis hin zu Projektionen in der Türtafel zieht, wird das Innere neu inszeniert. Optional gibt es elektrisch verstellbare Sitze inklusive Memoryfunktion für die vorderen beide Plätzen sowie die Auswahl zwischen Sport-, Schalen- oder Cup-Bucket-Sitzen. Für die Polster gibt es die Wahl zwischen Textilien aus recyceltem Polyester, Mikrofaser oder Kunstleder.
Neue Software mit Android-Basis
Für die Bedienung setzt der Cupra Raval auf das aus dem Cupra Born bekannte 12,9-Zoll-Infotainmentsystem. Die größte Neuerung ist hier jedoch eine neue Software, die auf einem Android-Betriebssystem aufbaut. Das Downloaden von bis zu 130 Drittanbieter Apps ist somit nun möglich. Zusätzlich wurden Grafiken und Funktionen verbessert. Das digitale Kombiinstrument setzt auf 10,25-Zoll und das Multifunktionslenkrad auf echte Tasten.
Rund 450 km Reichweite
Für den Antrieb stehen zwei Akkuvarianten und vier Leistungsstufen zur Auswahl. Rund 300 Kilometer Reichweite und wahlweise 116 PS oder 135 PS sind in Verbindung mit einem 37 kWh fassenden Lithium-Eisenphosphat Akku erhältlich. Die Ladeleistung wird hier mit 11 kW Wechselstrom und 90 kW Gleichstrom angegeben. Einen 52 kWh fassenden Nickel-Mangan-Kobalt-Akku und bis zu 130 kW an Ladeleistung gibt es in Verdingung mit 211 PS und rund 450 km an Reichweite.
Die stakste Variante des Cupra Raval setzt ebenfalls auf diesen Akku und leistet bis zu 226 PS und 290 Nm Drehmoment. Auch wenn die stärkste Variante etwas weniger weit kommen soll, dürfte das elektronische Sperrdifferenzial den Fahrspaß steigern. Der Raval ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h angegeben.
Mehr Fahrspaß und neue Technik
Im Gegensatz zu seinen Plattformgeschwistern setzt der Cupra Raval auf ein leicht tieferes Sportfahrwerk (-15 mm) und einer verbreiterten Spurweite (+10 mm). Neben einer geschwindigkeitsabhängigen Lenkung kommen vorne so wie hinten Scheibenbremsen zum Einsatz. Über ein One-Box-Bremssystem, welches den Bremskraftverstärker und das ESC-Modul vereint, soll das Bremsgefühl und die Motorbremse besser Harmonisieren. Für den neusten Cupra ist zudem ein vollwertiger digitaler Fahrzeugschlüssel erhältlich.
