Fiat bringt den Multipla zurück – irgendwie
Fiat zeigt auf dem Pariser Autosalon das Concept Multiplay. Der Nachfolger des Multipla hat einen spektakulären Trick auf Lager.
Erinnern Sie sich noch, als zum letzten Mal lautstark ein Nachfolger des Fiat Multipla gefordert wurde? Vermutlich nicht, denn das ist höchstwahrscheinlich nie geschehen. Doch dieser Umstand hindert Fiat nicht daran, auf dem Pariser Autosalon 2026 einen solchen Nachfolger als Concept zu präsentieren. Die Studie trägt den Namen "Multiplay" und hat ein ganz besonderes Talent.
Okay, der Einstieg war gemein. Auch der Multipla hatte Fans – trotz oder wegen seiner Optik. Vor allem mit üppigem Platzangebot konnte der eigenwillig gestaltete Van punkten. Das ist auch der Job des angedeuteten Nachfolgers, der in seiner jetzt vorgestellten Form jedoch keine Aussicht auf eine Serienproduktion hat. Vielmehr geht es Fiat darum, zu zeigen, wie intelligente Raumausnutzung in Zukunft aussehen kann. Ein "Ideenlabor" für zukünftige Innovationen soll der Multiplay sein.
Sein spektakulärstes Merkmal versteckt sich in der C-Säule, die Fiat "Metamorfosi" nennt. Der Name ist Programm, denn der Multiplay lässt sich innerhalb weniger Sekunden vom Van zum Pick-up verwandeln. Ein längs verschiebbares Heckmodul gibt auf Wunsch eine Ladefläche frei, die für sperrige Güter genutzt werden kann, im Innenraum dann aber vorübergehend die dritte Sitzreihe kostet. Wie das aussieht, sehen Sie im Video über diesem Absatz.
Der Beifahrersitz kann mehr
Wenn Sie jetzt bei "dritter Sitzreihe" an einen Siebensitzer denken, liegen Sie falsch. Es handelt sich nämlich um einen 6+1-Sitzer, denn einer der Sitzplätze lässt sich variabel als Hundebett, Tisch, Ablage oder Aufnahme für einen Kindersitz nutzen. Auch der Beifahrersitz hat einen Trick auf Lager. Er lässt sich so flach umlegen, dass dann das Armaturenbrett als Rückenlehne genutzt wird und so unter dem Panoramadach eine Chaiselongue entsteht.
Das breite Display, das sich zwischen die A-Säulen erstreckt, verschwindet bei ausgeschaltetem Fahrzeug und hinterlässt einen besonders aufgeräumten Eindruck. Laut Fiat soll ein Großteil der Interaktion zwischen Insassen und Fahrzeug über die Sprachbedienung laufen, sodass möglichst wenige sichtbare Bedienelemente den Innenraum überfrachten. Was den Antrieb betrifft, so stellen sich die Italiener hier ein rein elektrisches Fahrzeug vor, ohne jedoch nähere Angaben zu den Spezifika zu machen.
Warum auch? Es ist schließlich nicht so, dass wir uns hier auf der Zielgeraden einer Serienproduktion befinden. Ob Teile dieses vielseitigen Concepts künftig tatsächlich in Fiat-Serienmodellen Einzug halten, bleibt wie immer eine offene Frage.
