Mehr Kraft, kaum Aufpreis in USA
GM schickt einen 8,3-Liter-Duramax mit 563 PS und 1.668 Newtonmetern ins Rennen um den stärksten US-Pick-up-Diesel. Beim Aufpreis gegenüber dem Benziner kostet der neue Motor trotzdem weniger als die Diesel von Ford und Ram.
GM verlangt für den neuen 8,3-Liter-Duramax-Diesel einen Aufpreis von 11.400 Dollar (rund 10.500 Euro) gegenüber dem serienmäßigen Benzin-V8. Damit unterbietet der Konzern die Diesel-Aufpreise von Ford und Ram um 1.095 Dollar (rund 1.010 Euro).
Für die Umrechnung dient ein gerundeter Kurs von 0,92 Euro pro US-Dollar. Die Euro-Beträge bleiben deshalb Näherungswerte und beziehen sich ausschließlich auf den US-Markt.
563 PS und 1.668 NewtoNewtonmetereter
Der neue Duramax mobilisiert 563 PS und 1.668 Newtonmeter. Damit legt er gegenüber dem bisherigen 6,6-Liter-Duramax um 86 PS und 346 Newtonmeter zu.
Gegenüber dem Benzin-V8 wächst der Abstand auf 145 PS und 1.028 Newtonmeter. GM positioniert den neuen Motor damit an der Spitze des US-Markts für Heavy-Duty-Pick-ups.
Ford und Ram verlangen mehr
Ford bietet für seine Heavy-Duty-Pick-ups den 6,7-Liter-Power-Stroke an. Der V8 kommt auf 507 PS und 1.627 Newtonmeter, kostet aber 12.495 Dollar (rund 11.500 Euro) zusätzlich.
Ram setzt im 6,7-Liter-Cummins auf einen Reihensechszylinder mit 436 PS und 1.457 Newtonmeter. Auch dieser Diesel kostet 12.495 Dollar (rund 11.500 Euro) Aufpreis.
Der Vergleich von The Drive zeigt damit einen ungewöhnlichen Abstand: GM liefert mehr Leistung und Drehmoment, verlangt aber 1.095 Dollar weniger als Ford und Ram.
Kein Schnäppchen beim Fahrzeugpreis
Der niedrigere Aufpreis macht den neuen Duramax allerdings nicht zum günstigen Antrieb. Ein GMC Sierra HD AT4X kostet mit dem 8,3-Liter-Diesel rund 102.000 Dollar (etwa 93.800 Euro).
Der Preisvergleich bezieht sich auf den Aufpreis gegenüber dem Benziner. Bei den Fahrzeugpreisen, Ausstattungen und möglichen Rabatten können sich je nach Modell deutliche Unterschiede ergeben.
Neuer Motor mit großem Anspruch
GM führt den 8,3-Liter-Diesel unter dem Spitznamen "Mongoose". Der Motor soll die Spitzenposition bei Leistung und Drehmoment sichern und zugleich Kunden ansprechen, die beim Wechsel vom Benziner möglichst viel zusätzliche Zugkraft erhalten möchten.
