Japan-Tuner macht den kleinen Jimny zur US-Granate
An der Front ersetzt C.L.Link die runden Scheinwerfer des Jimny durch eckige Leuchten. Dazu kommen ein neu gestalteter Kühlergrill und ein eigener Stoßfänger.
C.L.Link aus Japan hat einen neuen Umbau für den Suzuki Jimny vorgestellt. Bodykit und Umbaufahrwerk machen den Knirps zum coolen US-Klassiker GMC Typhoon.
Die Zahl der Bodykit-Umbauten des Suzuki Jimny ist inzwischen unüberschaubar. Ob Land Rover Defender, Mercedes G-Klasse oder Toyota Land Cruiser – der kleine Offroader verwandelte sich schon in die verschiedensten Modelle (ein paar besonders gelungene zeigen wir in der Bildergalerie). Jetzt kommt wieder einer dazu: Der japanische Tuner C.L.Link hat gemeinsam mit dem Designer Ryo Ishikawa einen Jimny gebaut, der sich auf eine ganz spezielle US-Ikone bezieht.
Original aus 1992
Die Studie trägt den Namen Square Eyes x Low Down. Vorbild ist der GMC Typhoon, ein auf dem GMC Jimmy (der Name ist eine besondere Pointe) basierender Performance-SUV. Der Typhoon wurde Anfang der 1990er-Jahre in den USA angeboten und kombinierte eine kompakte Karosserie mit einem aufgeladenen 4,3-Liter-V6. Zusätzlich erschien mit dem Syclone ein Pick-up mit denselben Modifikationen. Beim japanischen Umbau bleibt von diesen Vorbildern allerdings nur die Optik übrig.
An der Front ersetzt C.L.Link die runden Scheinwerfer des Jimny durch eckige Leuchten. Dazu kommen ein neu gestalteter Kühlergrill und ein eigener Stoßfänger. Zusätzliche Leuchten, rote Akzente und bernsteinfarbene Positionslichter greifen Details des Vorbilds auf. Die Karosserie erhält damit eine erstaunlich echt wirkende Optik, statt des GMC-Logos hat C.L.Link allerdings vorsichtshalber "UMC" im Original-Look auf den Kühler geschrieben, was auch immer das bedeuten mag.
Auch das Fahrwerk wird verändert. Eibach-Federn und Bilstein-Dämpfer senken die Karosserie um 25 Millimeter ab. Die Tieferlegung wird mit 16-Zoll-Rädern kombiniert. Die UnionRim-TX-Felgen von C.L.Link orientieren sich mit ihrer Gestaltung an klassischen amerikanischen Stahlrädern mit verchromter Oberfläche. Ähnlich wie beim riefergelegten Original kommt der lange Jimny damit auf echten Lowrider-Look.
Am Heck entfällt das außen montierte Ersatzrad. An seine Stelle tritt eine lackierte, glatte Heckblende als Verkeidung, die Halterung für das Ersatzrad bleibt aber optional möglich. Die originalen Rückleuchten sind abgedunkelt und werden mit roten Reflektoren ergänzt. Die Heckpartie wirkt dadurch geschlossener und aufgeräumter als beim Serienfahrzeug.
Es bleibt nicht bei Äußerlichkeiten, innen wird ebenfalls veredelt. Die vorderen Seriensitze werden durch Recaro Classic LS Schalensitze ersetzt, die originale Heck-Sitzbank bekommt einen dazu passenden Bezug und identische Ziernähte in einem Leder-Alcantara-Mix.
Leistungsmäßig tut sich nichts
Bei Antrieb und Motor bleibt es dagegen, typisch für die Japan-Projekte, bei der bekannten Jimny-Technik mit dem 102 PS starken 1,5-Liter Benziner. Der Original-Motor aus dem damaligen Typhoon wäre zwar lustiger, abgesehen von Platzproblemen wäre der V6-Turbo aus den USA auch leistungsmäßig ein ziemlicher Overkill im zierlichen Suzuki.
Der Umbau soll vom 15. bis 17. Januar 2027 auf dem Tokyo Auto Salon erstmals öffentlich gezeigt werden. C.L.Link hat nach eigenen Angaben bereits Bestellungen im Vorfeld der Messe aufgenommen. Ob der "Square Eyes x Low Down" ausschließlich als Ausstellungsfahrzeug dient oder in größerem Umfang angeboten wird, soll im weiteren Verlauf des Projekts bekannt gegeben werden.
