Diese Elektroautoteile müssen am häufigsten repariert werden
Diese Elektroautoteile müssen am häufigsten repariert werden
E-Autos sind anders gebaut als Verbrenner. Wie wirkt sich das auf die Reparaturen aus?
Viele klassische Fahrzeugteile sucht man beim Stromer vergebens. Und von denen, die auch bei Verbrennern vorliegen, werden einige deutlich mehr belastet
Einige Reparaturen kommen beim E-Auto nie vor
Eigentlich gelten E-Auto als wartungsarm und haben gegenüber Verbrennern den Vorteil, dass viele sehr wartungsintensive Teile gar nicht verbaut sind. So werden Sie für keinen Stromer im Fuhrpark jemals einen Öl- oder Kraftstofffilter, Keil- oder Zahnriemen, einen Kühler, eine Kupplung oder Auspuffanlage und ebenso wenig Zündkerzen brauchen. Das schließt eine ganze Reihe an Reparaturen aus.
Reifen sind eine Schwachstelle der Stromer
Das bedeutet jedoch nicht, dass E-Autos keine Schwachstellen haben. Nachdem sie inzwischen einige Jahre im Einsatz sind, offenbaren sich genauere Einblicke in die Reparaturanfälligkeit. Und es gibt durchaus Bereiche, in denen häufiger Reparaturen fällig werden. So unterliegen die Reifen einem deutlich höheren Verschleiß, weil die Stromer ab der ersten Umdrehung des Motors das maximale Drehmoment abrufen können und einige Fahrer das bei der Beschleunigung ausreizen.
Hohe Kosten beim Austausch des Antriebsakkus
Während die Reifen noch vergleichsweise günstig sind, kann der Antriebsakku, sofern er getauscht werden muss, extrem hohe Reparaturkosten verursachen. Speziell, wenn man den Akku häufig mit Schnellladen strapaziert. 10.000 oder mehr Euro sind hier schnell erreicht. Aufpassen sollte man zudem beim Kabelbaum – er wird öfters von Mardern angefressen, was dann ebenfalls teure Reparaturkosten von mehreren Tausend Euro bedeuten kann.
Das hohe Gewicht drückt auf das Fahrwerk
Eine weitere Schwachstelle ist das Fahrwerk mit der Radaufhängung. Hier sind Ersatzteile wie Gelenke oder Lager recht schnell austauschbedürftig, was vor allem am Gewicht der E-Autos liegt. Immerhin sind sie häufig rund 30 Prozent schwerer als ein vergleichbarer Verbrenner. Vor allem ausgeschlagene Gelenke der Achsschenkel sind die Folge.
Warum die Bremsen von Stromern leiden
Als Manko erweisen sich zudem die Bremsen, obwohl diese ja eigentlich seltener zum Einsatz kommen, da die Bremsrekuperation mit dem Elektromotor das Tempo drosselt. Ein verbreitetes Problem ist allerdings, dass die Bremsen von E-Autos schnell unter Rost leiden – was genau an der erwähnten Rekuperation liegt. Und auch wenn die Bremsen somit nicht so schnell abgefahren werden, sind sie bei E-Autos durch den geringen Einsatz stärker der Korrosion ausgeliefert und damit schnell unbrauchbar.
