Eine Drehauflage machte diese Minis zu E-Autos
Drei Mini Cooper mussten für "The Italian Job" 2003 elektrisch werden – nicht aus Imagegründen, sondern wegen einer Auflage in Los Angeles. Wie es dazu kam und welche Filmtricks dahintersteckten, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.
Für die zentrale U-Bahn-Sequenz drehte das Team teilweise in der echten Los Angeles Metro. Dafür mussten die Minis tatsächlich Treppen hinunter und in Tunnel hinein. Die Genehmigung hatte eine klare Bedingung: In der Metro durften nur Fahrzeuge ohne Abgase fahren. Verbrenner waren damit für diese Aufnahmen tabu.
Regisseur F. Gary Gray rief deshalb bei BMW an und fragte nach elektrischen Minis. Die Antwort war ernüchternd: Solche Autos gab es damals nicht, sie "existierten" nach Aussage des Regisseurs schlicht nicht.
Drei Minis als Elektro-Umbau
Damit die Szenen trotzdem funktionieren, ließ die Produktion drei Autos als Elektro-Umbau aufbauen. Verantwortlich war Transportation Coordinator John Carpenter. Entstanden sind zwei elektrische Mini Cooper und ein elektrischer Mini Cooper S. Der rote Mini Cooper S, den Charlize Theron im Film fährt, gehörte zu diesen drei Einzelstücken.
Diese E-Autos waren keine Vorboten eines Serienprojekts, sondern reine Zweckbauten für die U-Bahn-Dreharbeiten. Sie sollten in der engen Umgebung unter der Erde ohne Abgase funktionieren.
Stunttechnik rund um die Minis
Für den Film nutzte die Produktion insgesamt 32 Fahrzeuge, also eine ganze Flotte. Die Zahl umfasst alle Umbauten für alle Szenen – nicht 32 elektrische Minis. Viele Stunts entstanden praktisch am echten Drehort und nicht vor einer Computerkulisse. Dafür wurden die Autos je nach Szene unterschiedlich modifiziert, etwa mit mehr Leistung oder mit geänderter Federung für Sprünge.
Zum Werkzeugkasten gehörte auch die Zweitlenkung, also eine zweite Lenkeinrichtung für einen versteckten Stuntfahrer. Für einzelne Einstellungen wurden Minis sogar zersägt, und ein Reparaturteam hielt die Autos trotz Schäden am Laufen.
