Elektro-SUV mit Lust am Laster
Nutzfahrzeugumbauten von Pkw-Modellen werden immer beliebter. Jetzt steigt auch BYD mit dem Dolphin in dieses Business ein.
Für Lieferdienste im urbanen Raum braucht es keinen großen Transporter oder gar einen Lkw. Vielfach reicht auch schon ein Modell im Pkw-Format. Entsprechend etablieren sich immer neue Wettbewerber im Rennen um das beste Letzte-Meile-Lieferfahrzeug.
Laderaum statt Fondpassagiere
Jüngster Zugang ist der BYD Dolphin Cargo LCV, der jetzt auf der britischen Nutzfahrzeugmesse NEC in Birmingham vorgestellt wurde. Vom Familien-SUV zum Van für Lastentransporte ist es dabei wie üblich nur ein relativ kleiner Schritt. Die komplette Rücksitzanlage wird entfernt und durch einen ebenen Laderaumboden ersetzt. Für die Ladungssicherung sorgen zusätzliche Zurrösen. Die Trennung von Fahrgastraum und Ladeabteil übernimmt eine fest montierte Gittertrennwand.
Der so entstandene Laderaum soll 1.093 Liter Ladevolumen bieten. Unter dem Ladeboden lauert noch ein 47-Liter-Staufach. Die Laderaummaße werden mit 1,25 Meter Länge, bis zu 1,16 Meter Breite und 71 Zentimeter Höhe. Eine maximale Nutzlast nennen die Chinesen bislang nicht.
Der rein elektrische Antrieb bleibt unverändert. Es bleibt beim 150 kW starken Elektromotor an der Vorderachse, der in Kombination mit einer 60,4 kWh großen LFP-Batterie Reichweiten von bis zu 426 Kilometern verspricht. Geladen wird mit bis zu 88 kW. Von 10 auf 80 Prozent geht es so in rund 40 Minuten.
In Großbritannien startet der Dolphin Cargo e-Van ab 36.305 Pfund inkl. Steuern (umgerechnet rund 42.000 Euro). In Deutschland ist der SUV aktuell in der Pkw-Version ab 33.990 Euro zu haben.
