DEB-Frauen beenden Vorrunde auf Rang zwei
Damit geht das Team im Viertelfinale zumindest dem vermeintlich stärksten Gegner aus dem Weg.
Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei den Olympischen Spielen ihre Ausgangsposition für das Viertelfinale zumindest leicht verbessert. Im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod knapp mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) durch und beendete die Gruppe B der schwächer eingestuften Teams auf Platz zwei.
Damit geht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Runde der besten acht zumindest dem Gewinner der starken Gruppe A aus dem Weg - und damit den USA. Gegner im Viertelfinale dürften nun die Kanadierinnen sein, die am Dienstag überraschend deutlich mit 0:5 (0:2, 0:2, 0:1) gegen das US-Team verloren. Auch Finnland hat noch Chancen auf Rang zwei, dafür wäre allerdings ein Sieg im Nachholspiel am Donnerstag gegen Kanada nötig - ein schwieriges Unterfangen. Die USA und Kanada dominieren das Frauen-Eishockey und haben sämtliche Olympiasiege bislang unter sich ausgemacht.
"Wir wollten beweisen, dass wir den zweiten Platz verdient haben", sagte Emily Nix, die zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen hatte. Mit Blick auf das wohl ungleiche Duell im Viertelfinale ergänzte sie: "Wir müssen uns einfach gut vorbereiten und sicherstellen, dass wir in der Defensive sehr stark sind. Wenn wir eine Chance bekommen, werden wir alles geben."
Bereits vor dem Spiel gegen die nicht zur erweiterten Weltspitze zählenden Italienerinnen hatte festgestanden, dass Deutschland das Minimalziel Viertelfinale erreicht hat, weil Japan erwartungsgemäß gegen Gruppensieger Schweden verlor (0:4).
Gegen Italien in der gut gefüllten Milano Rho Ice Hockey Arena musste das Team um Torhüterin Sandra Abstreiter hart kämpfen für den dritten Sieg im vierten Spiel. Italien ging durch Justine Reyes (21.) in Führung, Nix (33.) und Laura Kluge (59.) drehten die enge Partie.
Bei ihrer bislang letzten Olympiateilnahme waren die deutschen Frauen 2014 in Sotschi in der Gruppenphase ausgeschieden.