Mehrere Tote bei Schießerei in Kiew
Ein Unbekannter hat in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach offiziellen Angaben sechs Menschen erschossen. Neun weitere seien verletzt worden, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Laut Innenminister Ihor Klymenko wurde der Mann, nachdem er sich mit Geiseln in einem Supermarkt verschanzt hatte, von Spezialeinheiten der Polizei erschossen.
Medienberichten zufolge hatte der Mann zuvor im Stadtbezirk Demijiwka mit einem Schnellfeuergewehr auf Passanten geschossen. Später präzisierte das Innenministerium, dass der Täter mit einem halbautomatischen Gewehr schoss, für das er auch einen Waffenschein besaß. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete er demnach in einen Supermarkt. Versuche, Kontakt mit dem 58-Jährigen aufzunehmen, sind nach Angaben Klymenkos gescheitert. Daher sei das Geschäft gestürmt worden.
Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass der Täter gebürtiger Moskauer sei. Allerdings soll er Medienberichten zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und lange im Donbass gelebt haben.
Selenskyj spricht Beileid aus
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen in einer Videobotschaft sein Beileid aus. Polizei und Geheimdienst seien dabei, die Hintergründe der Tat zu ermitteln. Selenskyjs Angaben nach sind sogar 14 Menschen verletzt worden. Die Zahl könne noch steigen, sagte er.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. In dem Zusammenhang hat auch der Umsatz von Waffen in der Bevölkerung deutlich zugenommen.