Do's and Don'ts beim Karneval
Die fünfte Jahreszeit wird mit einigen Partys und Umzügen gefeiert. Wir verraten Neulingen oder Touristen, was man an Fasching oder Karneval tun sollte - und was nicht.
Do's and Don'ts beim Karneval
Die fünfte Jahreszeit wird mit einigen Partys und Umzügen gefeiert. Wir verraten Neulingen oder Touristen, was man an Fasching oder Karneval tun sollte - und was nicht.
Von Kostümen, die andere stören und irgendwann auch einen selbst nerven, sollte man Abstand nehmen. Ein Riesen-Sombrero oder ein großer Vogelschnabel behindern die Feierei und nachdem es zu Beginn noch witzig war, wenn sich zwei Kostüme ineinander verhaken, macht das nach einiger Zeit einfach keinen Spaß mehr.
Egal wie sehr man auch eine kurze Auszeit von dem bunten Trubel braucht, auf den Boden legen sollte man sich niemals. Warum? Der Boden ist kalt, schmutzig oder voller Scherben. Und wenn man zu müde ist, liegt man vielleicht länger als beabsichtigt und holt sich mindestens eine Blasenentzündung.
Billige Kostüme gehen schnell kaputt und ein kaputtes Kostüm will niemand den ganzen Tag tragen. Es könnte außerdem zu dick oder zu dünn sein und die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Zweite dasselbe Kostüm vom Wühltisch trägt, ist sehr hoch.
Zugegeben: Alkohol gehört dazu und wärmt von innen. Doch zu viel sollte man nicht trinken. Zum einen will man sich ja sicherlich noch an die Umzüge erinnern und wissen, was man zu wem gesagt hat. Zum anderen möchte man abends sicherlich in seinem eigenen Bett aufwachen, nicht neben einer/einem Wildfremden und auch nicht auf einer gefrorenen Wiese.
"Do it Yourself" in allen Ehren, bei Frisur und Kostüm sollte man lieber nicht auf "kreative" Plattformen wie Pinterest zurückgreifen. Andere haben dieselbe Idee und man will doch nicht aussehen wie alle Anderen, oder? Außerdem sollte das Kostüm zur Aktivität passen: Für drinnen darf es etwas leichter sein, für draußen lieber warm.
Das absolute No-Go ist jedoch, unverkleidet zu kommen. Auch wenn man unverkleidet vielleicht genauso auffällt wie mit einem gewagten Kostüm: Wenigstens eine rote Schaumstoffnase kann man sich doch wohl aufsetzen.
Im Gegensatz dazu sollte man auf keinen Fall verkleidet im Büro erscheinen. Je nachdem, wo man arbeitet und was man nach der Arbeit noch vor hat, kann man sich sein Kostüm vielleicht in einer Tasche mitnehmen, verkleidet am Arbeitsplatz wirkt man jedoch eher unseriös und nicht arbeitswillig.
Don't: Das Falsche rufen
Jemand ruft in Mainz "Alaaf" und in Köln "Helau"? Peinlich! Je nachdem, wo man feiert, sollte man sich vorher unbedingt über die richtigen Vokabeln informieren. In Köln heißt es "Alaaf", in Mainz "Helau", im Süden Deutschlands gibt es je nach Verein sogar individuelle Rufe. Wer sich nicht blamieren will, sollte sich hier sicher sein bevor lauthals das Falsche gerufen wird.
Egal wie aufreizend, freizügig oder unpassend jemand gekleidet ist, auch an Karneval und Fasching sollte man(n) sich nicht zu einem sexistischen Spruch verleiten lassen - und schon gar nicht Grapschen! Das gilt für jeden Alkoholpegel!
Über Flaschen am Straßenrand stolpern nicht nur betrunkene, die Scherben können auch Kinderschuhe durchschneiden. Doch das ist nur einer der Gründe, weshalb man sein Getränk bei sich behalten sollten. Auch auf Karnevalsumzügen kann es dazu kommen, dass einem unbemerkt Drogen in den Drink geschmuggelt werden.
So schön und verlockend die Sache mit der Verkleidung auch ist: Man weiß nie, wer wirklich darunter steckt. Mit Unbekannten sollte man sich nicht einlassen - selbst wenn sie zufällig Partner-Kostüme tragen.
Es mag einfach klingen, doch sollte man sich auf jeden Fall etwas zu Essen kaufen, solange es noch da ist. Wie oft haben Wagen oder Verkaufsstände nur eine begrenzte Menge Nahrungsmittel und wenn man erst später Hunger hat, gibt es nichts mehr. Wer noch noch überhaupt keinen Hunger hat, hebt sich Brötchen oder Ähnliches einfach für später auf.
In Köln bestellt man Kölsch, in Düsseldorf Altbier und in Mainz gibt es traditionell "Worscht, Weck und Woi", also Wurst, Brötchen und Wein. Bevor man sich ins verkleidete Getümmel stürz, sollte man die richtigen Vokabeln lernen.
Nichts ist langweiliger, als wenn alle dasselbe Kostüm tragen, Gruppenkostüme ausgenommen. Dem entgeht man, wenn man sein Kostüm selbst bastelt. Manchmal reicht es auch schon, bereits vorhandene Accessoires neu zu kombinieren, um einen ausgefallenen Look zu schaffen. Den kann man dann auch dem Wetter entsprechend anpassen.
Anstatt wild rumzuknutschen, sollte man lieber "Bützje" verteilen. Das sind Küsse mit spitzen Lippen, die auf die Wange gegeben werden. In gegenseitigem Einverständnis (!) gibt es auch mal ein "Bützje" auf den Mund. Es verpflichtet zu nichts.
Bevor man das erste alkoholische Getränk zu sich nimmt, sollte man eine Grundlage schaffen. Dafür eignet sich nichts besser als ein Faschings-Frühstück mit Kreppel, die auch Berliner, Krapfen oder Pfannkuchen genannt werden. Auch Mettbrötchen sind an Fasching beliebt, Man dürfte also keine Probleme haben, sich den Bauch ordentlich vollzuschlagen, bevor es losgeht.
Irgendwann kommt der Moment, indem alle lauthals einen Schlager singen, den die meisten Menschen nüchtern nicht ertragen könnten. Dennoch sollte man als Neuling unbedingt den Text lernen, wenn man mitsingen will. Daher vorbereiten und mitsingen - ob mit oder ohne Dialekt ist ganz egal.
Trau Dich! Je schriller und ausgefallener, desto besser. Schließlich ist der Karneval die Zeit im Jahr, in der man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann und sich als Balletttänzerin, Hot Dog oder Zeichentrick-Held verkleiden darf.
Beeindrucken möchte jeder, doch wenn man ein unvorteilhaftes Kostüm wählt, beweist man wirklich Mut. Zombie-Braut statt Prinzessin, Nonne statt Captain America. Damit sind einem die Komplimente sicher.
Es ist, wie es ist: Fasching findet im Winter statt. Auch wenn es nicht jeden Winter schneit, so regnet es doch sehr häufig - gefühlt vor allem bei Umzügen. Ein Regenschirm ist hier ein guter Begleiter, der einen trocken hält. Je nach Temperatur können auch Mütze und Handschuhe sinnvoll sein.