Spar-Tipps: Bis zu 15 Euro pro Tankfüllung
Spare mit diesen Tipps bis zu 15 Euro pro Tankfüllung
Die Spritpreise sind hoch. Wir zeigen Dir, wie Du dennoch an der Zapfsäule und darüber hinaus Geld sparen kannst, ohne Deine Mobilität dafür einschränken zu müssen.
In den letzten Wochen sind durch Krieg und Krisen im Nahen Osten die Kraftstoffpreise immer weiter in die Höhe geklettert. Wer sein Verhalten nicht anpasst, zahlt beim Tanken deshalb deutlich mehr als zuvor. Doch mit unseren Tipps lassen sich die Kosten minimieren. So kannst Du kurzfristig bis zu 15 Euro pro Tankfüllung und mittelfristig vielleicht sogar noch mehr Geld sparen.
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Tipp 1: Lerne das richtige Timing beim Tanken
Der Kraftstoffpreis an Tankstellen ändert sich laufend. Untersuchungen zeigen, dass Mineralölkonzerne bis zu 18-mal pro Tag die Spritpreise anpassen. Dabei spielt auch die Tageszeit eine Rolle. Früher galt beim Tanken für Preisbewusste folgende Faustformel: Nicht vor 9 Uhr oder nach 22 Uhr tanken. Denn zu diesen Zeiten waren die Spritpreise oft besonders hoch, wobei sie am frühen Morgen häufig Höchstwerte erreichten.
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Seit dem 1. April 2026 hat sich die Situation in Deutschland jedoch etwas verändert. Das liegt an einer von der Regierung initiierten Preisbremse. Wegen dieser dürften Tankstellen hierzulande ihre Kraftstoffpreise nur noch um 12 Uhr erhöhen. Preissenkungen sind jedoch jederzeit erlaubt. Dementsprechend ist es keine gute Idee, zur Mittagszeit den Tank vollzumachen. Ältere Untersuchungen des ADAC deuten darauf hin, dass Du zwischen 19 und 20 Uhr besonders günstig tanken kannst. Solange die Preisbremse gilt, solltest Du tendenziell vor einer möglichen Preiserhöhung um 12 Uhr zum Zapfhahn greifen bzw. Chancen auf Preissenkungen am Nachmittag und Abend nicht verpassen.
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Tipp 2: Informiere Dich mithilfe von Websites, um günstiger zu tanken
In Deutschland gibt es derzeit circa 15.000 Tankstellen. Alle sind dazu verpflichtet, ihre Preisanpassungen binnen fünf Minuten an die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts zu melden. Diese und andere Daten nutzen verschiedene Websites, um Interessierte zu informieren. Wir stellen drei besonders empfehlenswerte Angebote vor.
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Clever-tanken.de
Ein echter Klassiker im Bereich der Vergleichsportale für Kraftstoffpreise ist Clever-tanken.de. Ein Vorteil ist die sehr breite und tiefe Datengrundlage. So erhältst Du hier – anders als bei einigen Konkurrenten – etwa auch Daten zum neuen Klimadiesel HVO. Eine zusätzliche Hilfe stellen die Grafiken zum Verlauf der Kraftstoffpreise dar. Denn so kannst Du direkt sehen, ob das allgemeine Preisniveau sich im jeweiligen Zeitraum nach oben oder unten bewegt.
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Google Maps
Die beliebte Webseite des Technologiekonzerns Alphabet leistet nicht nur bei der Navigation gute Dienste. Mit Google Maps kannst Du auch Deine Tankkosten senken. Gib dazu den Begriff „tanken“ in das Suchfenster ein. Google Maps recherchiert nun die Kraftstoffpreise bei den Tankstellen in der Nähe und zeigt diese in Echtzeit an. Bei Bedarf kannst Du dann direkt den Weg dorthin planen. Allerdings zeigt die Website oft nur Informationen zu Super E5 an. Wer sich für die Preise eines anderen Kraftstoffs interessiert, kann die Daten zur Orientierung verwenden oder ein anderes Portal nutzen.
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Mehr-tanken.de
Mehr-tanken.de bietet nicht nur aktuelle Kraftstoffpreise, die sich auf einer übersichtlichen Karte anzeigen lassen. Es gibt auch Tankempfehlungen. Für diese berechnet ein Algorithmus die wahrscheinlichsten Preisentwicklungen. Grundlage dafür sind Daten aus der Historie. Das ist besonders hilfreich, wenn Du nicht sicher bist, ob Du sofort tanken oder noch etwas warten solltest.
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Tipp 3: Nutze Apps, um Geld und Zeit zu sparen
Websites sind vor allem am heimischen PC nützlich, um sich über Spritpreise zu informieren. Doch unterwegs spielen Apps ihre Stärken aus. Sie bieten nämlich zusätzliche Features. Dazu zählen etwa direkte Bezahlmöglichkeiten sowie Push-Benachrichtigungen bei Preisänderungen.
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ADAC Drive
Die Mobilitäts-App des deutschen Automobilclubs dient nicht nur zur klassischen Reiseplanung. Sie bietet auch aktuelle Spritpreise sowie Prognosen und deckt dabei etwa auch den synthetischen Dieselkraftstoff HVO100 ab. Auf Grundlage der Preisentwicklung in den letzten Tagen empfiehlt sie zudem die voraussichtlich günstigste Zeit zum Tanken. Mit der Funktion „Eco-Route“ lotst Dich ADAC Drive zudem so zu Deinem Ziel, dass der Kraftstoffverbrauch Deines Fahrzeugs möglichst gering ausfällt.
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Benzinpreis-Blitz
Oft sind die Kraftstoffpreise in unseren Nachbarländern niedriger. Wer in Grenznähe wohnt oder ohnehin eine Auslandsreise plant, kann hier deshalb beim Tanken häufig sparen. Die notwendigen Informationen liefert die App Benzinpreis-Blitz. Sie liefert für mehr als 90.000 Tankstellen in neun europäischen Staaten jeweils aktuelle Preise. Dazu zählen auch beliebte Urlaubsländer wie Frankreich, Österreich oder Spanien. Praktische Features sind der Preisalarm sowie die grafischen Darstellungen der Preisentwicklungen von Kraftstoffen. Die App ist grundsätzlich kostenlos. Wer sie aber bequem via Android Auto steuern und Werbeanzeigen loswerden möchte, sollte die Premiumversion erwerben.
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PACE Drive
Die App gefällt uns vor allem wegen der einfachen Bedienung sowie der nahtlosen Einbindung in verschiedene andere Systeme. Dazu zählen vor allem Android Auto, Apple Watch und Wear OS. So ist auch die Bezahlung via Smartwatch möglich. Partner von PACE Drive sind Tankstellenketten wie Baywa, Hoyer oder Jet. Ein konfigurierbarer Preisalarm informiert Dich über sinkende Spritpreise bei Tankstellen.
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Ryd
Auch diese App kann mehr als nur die Spritpreise vergleichen und die günstige Tankstelle in der Umgebung finden. Du kannst mit ryd auch direkt Zahlungsvorgänge autorisieren. So sparst Du nicht nur Tankkosten, sondern Dir auch das Anstehen in der Warteschlange an der Kasse. Mit mehr als 10.000 Partnertankstellen ist ryd in diesem Bereich der Marktführer. Zum Netz zählen dabei unter anderem Big Player wie Aral, Esso oder HEM. Zusätzliche Sparpotenziale ergeben sich durch exklusive Gutscheine oder Rabatte. Außerdem erstreckt sich der Service von ryd auch auf die Autowäsche und das Aufladen von E-Autos.
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Tipp 4: Optimiere den Druck Deiner Reifen
Abseits von Tanktiming, Websites und Apps, gibt es auch noch einige einfache Verhaltenstipps, die Dir dabei helfen, Sprit zu sparen. Dazu gehört die Optimierung des Reifendrucks. Ist dieser nämlich zu niedrig, erhöht das den Kraftstoffverbrauch Deines Fahrzeugs merklich. Noch weiter senken kannst Du den Verbrauch, indem Du statt des Standardwerts den sogenannten Eco-Druck verwendest. Dabei handelt es sich um einen vom Automobilhersteller empfohlenen Wert. Dieser liegt in der Regel 0,2 bis 0,3 bar über dem Standardwert. Der höhere Druck verringert den Rollwiderstand der Reifen, verringert deren Auflagefläche und senkt so den Kraftstoffverbrauch.
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Tipp 5: Trenne Dich von Ballast
Manche Autos ähneln einer Rumpelkammer. Im Kofferraum lagern volle Getränkekästen, auf dem Dach befindet sich ein ungenutzter Gepäck- und am Heck hängt der schon lange nicht mehr verwendete Fahrradträger. Das alles treibt jedoch den Spritverbrauch unnötig in die Höhe. Durchforste also Dein Fahrzeug und räume alles raus, was Du nicht unbedingt benötigst. Regelmäßige Entrümpelungsaktionen dürften sich an der Zapfsäule schon bald bezahlt machen.
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Tipp 6: Fahre entspannt und effizient mit Tempomat
Eine entspannte und vorausschauende Fahrweise senkt den Spritverbrauch. Wer es sich besonders einfach machen möchte, nutzt den in praktisch allen modernen Autos integrierten Tempomat. Untersuchungen zeigen, dass sich der Kraftstoffverbrauch so um bis zu zehn Prozent reduzieren lässt.
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Tipp 7: Erwäge, Dich von der Zapfsäule komplett unabhängig zu machen
Für manche Autofahrer stellen die bisher skizzierten Tipps allerdings nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Wer sich von den Preiskapriolen an der Zapfsäule unabhängig machen möchte, sollte deshalb überlegen, ihr komplett den Rücken zu kehren. Das funktioniert heute am besten mit einem E-Auto. Wer während Krieg und Krise in Nahost sein Fahrzeug mit Strom aufgeladen hatte, statt es mit Benzin oder Diesel zu betanken, konnte viel Geld sparen. Beträchtlich sind die Sparpotenziale vor allem beim Tanken an der heimischen Wallbox und in Kombination mit speziellen Tarifen. Noch günstiger ist es, das Elektroauto über die eigene Photovoltaikanlage aufzuladen. Dafür sind allerdings – wie auch beim Kauf eines E-Autos – zunächst Investitionen erforderlich. Diese zahlen sich jedoch oft relativ schnell aus.