Der R4 traf bei seiner Premiere am 21. September 1961 auf ein skeptisches Publikum, das sich an die sachliche und zweckmäßige Form des ersten Frontantriebs-Renault erst noch gewöhnen musste.
Der R4 traf bei seiner Premiere am 21. September 1961 auf ein skeptisches Publikum, das sich an die sachliche und zweckmäßige Form des ersten Frontantriebs-Renault erst noch gewöhnen musste.
Zeit dazu hat es genug, denn der R4 lief ziemlich genau 31 Jahre vom Band.
Der Testbericht von Reinhard Seiffert erschien in auto motor und sport 8/1962. Seiffert bezeichnete den R4 im Test als "entwaffnend praktisches Gefährt“.
Der erste Renault mit Frontantrieb ist zugleich die erste Kombi-Limousine mit vier Türen, großer Heckklappe und variablem Innenraum. Die Rückbank lässt sich nicht nur umklappen, sondern auch herausnehmen.
Die große Heckklappe hat der R4 zum Beispiel dem Citron 2CV voraus - und vielen anderen Autos seiner Zeit.
Die technische Zeichung verdeutlicht den einfachen Aufbau der Karosserie und des Fahrwerks.
Die raumsparende Federung und Radaufhängung – man könnte von Unterflurfederung sprechen – hat beim R4 ihr eigenes Gesicht: vorn Querlenker mit längsliegenden Torsionsstäben, hinten Längslenker mit querliegenden Torsionsstäben, die hintereinander angeordnet sind, so daß bei gleicher Länge der Längslenker das rechte Hinterrad etwa fünf Zentimeter weiter zurückliegt als das linke. Die Teleskopstoßdämpfer sind beinahe waagerecht angebracht.
Der Motor ist ein Vierzylinder, derjenige des früheren Renault 4CV, und wesentlich leistungsfähiger als der Zweizylinder des Citroën 2CV. Der Vorderradantrieb hat homokinetische Gelenke, wodurch die Lenkung von störenden Antriebseinflüssen frei ist. Die Bremsen erhielten einen Bremskraftverteiler, der die Gefahr des bei frontlastigen Wagen sonst leicht eintretenden Blockierens der Hinterradbremsen vermeidet.