Zum dritten mal bekam der Nippon-Sportler nun eine Art
Werks-Tuning. In 2,8 Sekunden sollen 100 km/h auf den Tacho stehen,
schafft der GT-R diesen Wahnsinnsprint?
Nein schafft er nicht, in 3,3 Sekunden geht de GT-R vonn 0 auf
100. 5 Zehntel fehlen ihm so zur Werksangabe. Aber das ist völlig
egal, es wäre engstirnig sein Können auf die Beschleunigung zu
reduzieren. Erst seine Kurvenbegabung macht einen Sportwagen
schließlich besonders.
Trotz seiner hohen Masse lenkt der GT-R spontan ein, reagiert
allerdings nicht auf Lastwechsel. Sein Heck bleibt für die Befehle
des Gaspedals oftmals taub. Dennoch erzielt der GT-R auf dem
Handlingkurs die bislang drittbeste Zeit.
Das Herzstück des GT-R. Sein Biturbo-V6-Motor leistet 570 PS.
Die feinere Justierung der Steuerzeiten jedes der sechs Zylinder
beschert der 3,8-Lliter-Maschine 20 PS mehr.
Im Innenraum mangelt es etwas an Sportwagen-Flair. Es entsteht
der Eindruck, eher in einer funktionierenden Fahrmaschine zu
sitzen, als in einem Premium-GT.
Audio- und Navigationssystem lassen sich nun über 11 statt 27
Knöpfe steuern. Das Display im Playstation-Look lässt sich je nach
Fahrerwunsch konfigurieren.
Erst beim schnellen Ausweichen bringt sich das Heck ins
Geschehen ein – nicht nur hilfreich: Beim Umsetzen von Gasse zwei
in drei macht sich der Hintern breit.
Der Nissan GT-R bleibt sich treu: Er gibt sich zugänglich und
überzeugt mit einem abgeklärtem Charakter. In keiner Sekunde
versucht er seinen Reiter abzuschmeißen und vermittelt nie ein
Gefühl von Überforderung.