Studie: In welchen Ländern die Sicherheit auf den Straßen sinkt
Studie: In welchen Ländern die Sicherheit auf den Straßen sinkt
Irland, Estland und Norwegen haben seit der Pandemie die höchste Rückfallquote an Verkehrstoten.
Die Zahl der Verkehrstoten sank während der Pandemie in Europa deutlich. Allerdings zeigt eine Verkehrssicherheitsanalyse, dass die prozentualen Zuwächse an Opfern teilweise wieder hoch sind.
In manchen Ländern stagniert die Verkehrssicherheit
Im Prinzip sind die Straßen von Europa im weltweiten Vergleich ziemlich sicher. Verglichen mit anderen Regionen der Erde gibt es hier nicht sehr viele Verkehrstote. So halbierte sich ihre Zahl von 2000 bis 2019 – weltweit ging die Zahl jedoch nur um 13 Prozent zurück.
Dennoch ist für Nutzer aus dem Fuhrpark, die eine Auslandsreise machen, in manchen europäischen Ländern mehr Vorsicht im Straßenverkehr geboten als in anderen. Mancherorts ist die Verkehrssicherheit seit der Pandemie nämlich entweder ins Stocken geraten oder sogar rückläufig. Das zeigt eine Verkehrssicherheitsanalyse von Motointegrator, einem Online-Händler für Pkw-Ersatzteile, in Zusammenarbeit mit dem Daten-Forschungsunternehmen DataPulse.
Grob unterscheidet die Analyse, die unter anderem Daten von der Weltgesundheitsorganisation, Eurostat und der Europäischen Kommission nutzt, drei Ländergruppen:
In diesen Ländern läuft es seit der Pandemie schlechter
Zum einen gibt es Länder, die an sich zwar die niedrigsten Todesraten haben, aber dennoch im Vergleich die stärkste Zunahme der Verkehrstoten zu beklagen haben. Hierzu gehören Irland, Estland, die Schweiz und Norwegen. Auch die Niederlande oder Schweden haben im Vergleich zu dem Vor-Pandemie-Level deutlich zugelegt.
In Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien ist die Verkehrssicherheit ins Stocken geraten, weil ihre Werte nur noch wenig unter denen vor der Pandemie liegen.
In diesen Ländern zeigt sich ein positiver Trend
Zu den sogenannten Übergangsländern zählt die Verkehrssicherheitsanalyse Länder, die zwar insgesamt die meisten Verkehrstote haben, aber einen positiven Trend hin zu einer Reduktion dieser Zahl aufweisen. Sprich: Die Gesamtzahl der Verkehrstoten liegt unter dem Wert von 2019. Zu diesen Ländern gehören etwa Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Portugal, ebenso Polen, Ungarn, Litauen.
Deutschland gehört zu den Taktgebern
Die wünschenswerteste Entwicklung findet wiederum in der Ländergruppe der sogenannten Taktgeber statt: Hier waren die Todesraten ohnehin schon sehr niedrig und sinken noch weiter. Wer in einem Land Auto fahren will, das sich bei der Sicherheit im Straßenverkehr in die beste Richtung entwickelt, kann dafür beispielsweise nach Dänemark oder Finnland reisen. Oder er bleibt einfach zu Hause in Deutschland. Denn das gehört ebenfalls zu den Vorzeigeländern in der Entwicklung der Sicherheit im Straßenverkehr.
