PlayStation 6: Verzögerung durch hohe Hardware-Preise möglich
Das Brancheninsider-Medium "Bloomberg" berichtete zuerst, dass der Launch der PlayStation 6 sich drastisch verzögern könnte. Nicht aus strategischen Gründen, sondern aus der Not heraus: Durch den Siegeszug der KI-Technologie kommt es zu einer Knappheit an RAM, SSD-Speicher und Grafik-Chips. Dieser Mangel und die damit einhergehende Verteuerung könnte dazu führen, dass der Nachfolger der PlayStation 6 erst im Jahr 2028 erscheint oder gar erst 2029, so die These.
Spürbar ist diese Krise bereits in der Produktions- und Preisentwicklung von Grafikkarten. Nun sind wohl auch die Next-Gen-Konsolen betroffen.
Der Hintergrund der Überlegungen: Moderner DRAM-Speicher ist so gefragt, dass globale KI-Unternehmen und die großen Cloudanbieter Produktionskapazitäten bereits im Vorfeld reservieren. Das hat zur Folge, dass andere Branchensegmente im IT-Bereich weniger gut beliefert werden können. Durch die Diskrepanz von großer Nachfrage und dem mangelnden Angebot verteuern sich zudem die Komponenten.
All das macht die Kalkulation für Geräte schwierig, die in Millionenstückzahlen zu einem festen Preis berechnet werden müssen wie es bei der PlayStation stets der Fall ist. Ein Produkt wie die Sony-Konsole wird Jahre im Voraus geplant und soll zum Launch eine perfekt abgestimmte Kalkulation aus Performance und attraktivem Preis bieten.
Während frühere Generationen der PlayStation im Abstand von sechs bis sieben Jahren aufeinander folgten, könnte die Lebensdauer der 2020 debütierten PlayStation 5 deutlich länger als 2027 sein - wenn auch nicht ganz freiwillig.
Auch Microsoft arbeitet an einer neuen Xbox. Diese soll bekanntlich einem PC näher als bisher kommen. Dennoch dürfte auch Microsoft von den hohen Preisen für Speicherchips betroffen sein.