Halfpipe: Cakmakli verpasst Finale
Der 31-jährigen Ski-Freestylerin fehlen 3,25 Punkte. Eine Mitfavoritin stürzt schwer.
Der Traum vom dritten olympischen Halfpipe-Finale ist für Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli geplatzt. Die 31-Jährige belegte bei ihrer vierten Teilnahme an Winterspielen in der Qualifikation von Livigno nur Rang 16 - 3,25 Punkte fehlten zum Erreichen des Endkampfes der besten Zwölf am Samstag (19.30 Uhr).
"Ich hatte mir definitiv mehr erhofft, das Finale war mein großes Ziel", sagte Cakmakli. Mit ihrer Leistung sei sie "happy" gewesen, aber "ein bisschen enttäuscht" über die Wertung.
"Sabi, lass jucken!", hatten Freunde und Familie im Zielraum auf ein Plakat gemalt, doch Cakmakli fehlten bei ihren beiden Durchgängen die Höhe bei den Sprüngen und die höchsten Schwierigkeitsgrade. Nach dem zweiten Durchgang hatte sie zunächst ein Lächeln im Gesicht, doch als die Wertung kam, zog sie die Mundwinkel nach unten.
Bei ihrer Olympia-Premiere war Cakmakli 2014 in Sotschi als 14. ebenfalls in der Quali hängen geblieben. 2018 in Pyeongchang wurde sie starke Achte, vier Jahre später in Peking Zwölfte.
"Man denkt immer, dass man weniger nervös wird, aber es ist das genaue Gegenteil", sagte sie vor den Spielen in Italien und betonte: "Das Feuer ist da. Ich will alles aufsaugen und genießen - aber auch mein Bestes zeigen." Das glückte ihr nicht ganz.
Quali-Beste war die britische Weltmeisterin Zoe Atkin mit 91,50 Punkten. Super-Star Eileen Gu musste zittern. Die gebürtige US-Amerikanerin, die für China startet und 2022 in der Halfpipe wie im Big Air Gold gewonnen hatte, stürzte in ihrem ersten Run. Nach ihrem soliden zweiten rief die zweimalige Zweite dieser Spiele (Slopestyle/Big Air) im Ziel: "Warum mache ich es nur immer so spannend?!" Doch 86,50 Punkte reichten für Platz fünf und damit leicht fürs Finale.
Überschattet wurde die Quali von einem Sturz der Kanadierin Cassie Sharpe. Die Olympiasiegerin von 2018 und -Zweite von 2022 schlug im zweiten Lauf auf Rang drei liegend mit dem Kopf in der Eiswand ein. Sie blieb minutenlang liegen. Als sie per Schlitten abtransportiert wurde, winkte sie mit beiden Händen ins Publikum. Ihr Kopf war stabilisiert.
"Ihr Zustand ist stabil", teilte der kanadische Verband am späten Abend mit. Sharpe werde nun "von medizinischem Personal untersucht".